Motor

Was mache ich wenn ... ?

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle eine Erste Hilfe Checkliste mit einigen Maßnahmen an die Hand geben, die Sie im ersten Schritt selber überprüfen können. Wir weisen allerdings ausdrücklich darauf hin, dass diese Checkliste nicht abschließend ist. Aus unserer Erfahrung lassen sich so aber bereits erste Fehlerquellen beseitigen.

Wir empfehlen jedoch bei jeglichen Problemen mit dem Antriebssystem Ihres ROTWILD E-MTBs, Ihren Fachhändler zu kontaktieren und eine ganzheitliche Fehlerdiagnose durchführen zu lassen. Bei einem E-MTB handelt sich um ein elektromotorisch unterstütztes Fahrrad, das besonderen Richtlinien unterliegt.

Wo bekomme ich aktuelle Informationen zu dem Brose e-Bike System?

Aktuelle Informationen und Neuigkeiten zum Brose e-Bike System finden Sie auf der Brose Homepage (www.brose-ebike.com)

Wie und warum ist das E-MTB geregelt/abgeriegelt?

Mit Ihrem ROTWILD E-MTB nutzen sie eine zulassungsfreie, auf 25 km/h limitierte, Variante mit einer durchschnittlichen Nennleistung von 250 W. Dadurch gelten diese verkehrsrechtlich als Fahrräder = Pedelecs.

Kann der Zahnriemen reißen?

Bei dem Zahnriemen handelt sich um eine ausgereifte Technologie, bei dem der Riemen auf Einsatzbereich, Laufleistung und Belastung abgestimmt ist. Sollte der Zahnriemen dennoch einmal reißen, kann normal weiter pedaliert werden, ohne dass der Motor einen Schaden davonträgt.

Kann das Fahrrad auch gefahren werden, wenn der Motor abgeschaltet oder die Batterie leer ist?

Ja, genau darin liegt eine wesentliche Stärke des Brose Antriebs. In diesem Fall werden die elektrische und die durch den Fahrer eingebrachte Kraft durch einen Freilauf zwischen Elektromotor und Kettenblatt vollständig voneinander getrennt. So muss der Fahrer im Off-Modus keine Getriebestufe bewegen, sondern kann wie gewohnt direkt das Kettenblatt antreiben.

Gibt es eine Schiebehilfe?

Ja, es gibt eine Schiebhilfe. Hierzu ist auf dem Bedienungselement der Unterstützungsgrad ‚Off‘ auszuwählen. Wird die Taste dauerhaft gedrückt, schaltet sich die Schiebehilfe zu. Sie schaltet sich automatisch ab, sobald die Taste losgelassen wird. Während der Verwendung der Schiebehilfe muss das Fahrrad mit beiden Händen sicher geführt werden. Es ist zu beachten, dass sich die Pedale konstruktionsbedingt mitdrehen können und hierzu ausreichend Bewegungsfreiraum benötigen.

Einfluss der Motorunterstützung auf die Gesamtleistung

Beim Vergleich der verschiedenen Antriebskonzepte und des gelernten subjektiven Gefühls beim Fahren eines konventionellen Mountainbikes ohne Motor gilt es, verschiedene Einflussgrößen zu beachten:

  • E-MTB typisch ist die Bereifung auf maximale Traktion und Kontrolle ausgelegt – ein höherer Reifenreibwert kann die Folge sein
  • Höheres Systemgewicht durch zusätzliche Antriebskomponenten, E-MTB optimierte Komponenten und potenteres Tourenequipment
  • Testfahrten bestätigten dies: Bei 23 km/h und einem leichten Anstieg (ca. 1%) decken sich die Fahrleistungen von klassischen MTB und E-MTB erst, wenn eine Unterstützung von 40% vorliegt (in hohem Maße geschwindigkeits- und trittfrequenzabhängig).

Selbst bei identischem Reifenbeiwert, cw-Wert, Luftdichte, projizierter Fläche und unter der Annahme, dass windstille Verhältnisse vorliegen, erzielt man bei konstant 125 Watt Eingangsleistung, einem Fahrergewicht von 80 kg und einer konstanten Steigung von 5% unterschiedliche Endgeschwindigkeiten:

  • MTB: Gewicht Rad + Equipment = 16kg, P[M]= 125 W, v = 8 km/h
  • E-MTB (Unterstützung aus): Gewicht Rad + Equipment = 28 kg, P[M] = 125 W, v = 7 km/h
  • E-MTB (Unterstützung Stufe 4): Gewicht Rad + Equipment = 28 kg, P[M] = 125 W, + 4.U-Stufe, v = 25 km/h

Die Gegenüberstellung zeigt eindrucksvoll, wie deutlich sich die zusätzliche Antriebsleistung auf die Geschwindigkeit auswirkt.

Das subjektive Gefühl, dass erfahrungsgemäß nach Erreichen des Gipfels suggeriert, dass der Widerstand des Pedals rapide abnehmen soll, ist ein schlechter Verstärker. Gerade nach dem Zurückschalten von Stufe 4 auf Stufe 2 fehlen ca. 350 Watt Zusatzleistung. Nicht berücksichtigt werden konnte bei diesem Beispiel die Trittfrequenz, welche zusätzlich einen erheblichen Einfluss auf das gefühlte Widerstandsmoment hat.