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Oberrohrlänge und Reach

Die Oberrohrlänge ist das klassische Maß, um die Länge eines Rahmens zu bestimmen und wird von Mitte Steuerrohroberkante horizontal bis zur Mittelachse des Sitzrohres  bzw. der Sattelstütze gemessen. Als zweites Maß zur Bestimmung der Fahrradlänge hat sich der sog. „Reach“ etabliert. Dieses Maß wird horizontal von der Mitte Steuerrohroberkante bis zur Mitte Tretlager gemessen.

Hiermit ist es möglich die Geometrie aus zwei Perspektiven zu betrachten: Die klassische Oberrohrlänge ist das Längenmaß des Rahmens, während der Fahrer pedalierend im Sattel sitzt. Im Gegensatz hierzu ist der Reach das Längenmaß des Rahmens, während der Fahrer auf dem Fahrrad steht, also in  der Abfahrtsposition ist.

Oberrohrlänge

Die Oberrohrlänge ist immer in Kombination mit dem Cockpit (Länge/ Steigung des Vorbaus/ Biegung und Höhe des Lenkers) zu sehen und bestimmt maßgeblich, ob der Fahrer während des Pedalieren „kompakt“ oder eher „gestreckt“ auf dem Fahrrad sitzt – sie ist eher als eine statische Komponente zu betrachten. Parallel beeinflusst die horizontale Oberrohrgesamtlänge die Steigfähigkeit während des bergauf Fahrens. Ist diese länger („gestreckter“) steigt das Vorderrad beim Überfahren von Hindernissen nur geringfügig an und behält somit stets Bodenkontakt (= mehr Traktion).

Reach

Der Reach wiederum beeinflusst maßgeblich das dynamische Handling des Fahrrades während der Abfahrt. Da der Fahrer in dieser Position lediglich auf den Pedalen steht und keinen Kontakt zum Sattel hat muss er möglichst zentral im Rahmen positioniert sein. Ein zu kurzer Reach führt bspw. sehr schnell zu dem bekannten Überschlagsgefühl über den Lenker.

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