20 ter Beitrag von 22 Beiträgen

Fertigungsverfahren Schmieden - Forging

Als Halbzeug für den Schmiedeprozess werden Aluminium-Rohlinge verwendet. Die Herstellung der Rohlinge, deren Legierungsbestandteile für den späteren Schweißprozess denen der Röhren gleich sein muss, erfolgt in der Regel über ein Gießverfahren. Dabei entstehen entweder Profilstangen oder ein extra vorgeformter Rohling, welcher bereits an die Endkontur des fertigen Schmiedeteils angepasst ist.

Das Werkstück wird beim Schmieden durch eine schlagende Druckumformung in die gewünschte Endkontur umgeformt. Die Formgebung erfolgt durch die gegeneinander bewegten Werkzeugformen, dem Gesenk. Das Gesenk bildet die Negativform des fertigen Schmiedeteils dar. Der vorgewärmte Rohling wird in das Untergesenk eingelegt und mit dem Obergesenk in die Gesenkform gepresst bzw. geschlagen, wobei die Schmiedetemperatur bei etwa 1200°C liegt. Bei diesem Vorgang formt sich der Rohling immer mehr an die Negativform des Werkzeuges an und erhält somit seine Endkontur. Nach dem Ausformen hat das Schmiedestück bereits eine endkonturnahe Form und muss nur noch entgratet werden.

Vorteil des Schmiedens ist, dass das Feingefüge des Metalls gezielt verändert werden kann. Weitere Materialeigenschaften können dem Bauteil durch kontrolliertes Abkühlen gegeben werden. Bedingt durch den Prozess weisen Schmiedeteile eine höhere Festigkeit auf als vergleichbare CNC gefräste Teile und bieten daher einen höheren Sicherheitsfaktor.

Der Schmiedeprozess zeichnet sich durch eine hohe Prozessstabilität und eine kostengünstige Fertigung aus. Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass eine Mindeststückzahl nötig ist, damit sich die Formkosten lohnen. Zum Einsatz kommen Schmiedeteile im Fahrradbau auf Grund der hohen Festigkeit bei Verbindungsstücken wie Umlenkhebeln (Linkages), Ausfallenden, Gelenkköpfe, Dämpferaufnahmen und Inlays.

 

 

Immer up-to-date mit dem ROTWILD Newsletter

Jetzt kostenlos registrieren