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Christian Embacher: „E-MTBs sind ein großartiger Spass“

Muskel oder Akku – das ist die Frage, die sich bei Radsportlern immer öfter stellt. Denn die Zeiten, als E-Bikes noch als äußerst uncool betrachtet wurden, sind vorbei. Christian Embacher ist 33 Jahre alt, Shopleiter vom Bike’n Soul in Saalbach-Hinterglemm und Rotwild-Factory-Rider. Er kennt sich mit Bikern und E-Bikes bestens aus und weiß genau, worauf die Radszene im elektronischen Bereich abgeht und was gerade angesagt ist. Im Interview spricht er über Muskelkraft, Trails, Pulsfrequenz und großartigen Spaß.

Warum sind E-Bikes nicht nur etwas für Opas und Omas?

Der E-Bike-Markt hat sich in den letzten Jahren sehr stark entwickelt. Da die ersten E-Bikes für ältere Leute in der Stadt gemacht wurden, hält sich das Klischee mit Oma und Opa teilweise immer noch.
Mittlerweile gibt es jedoch nicht mehr nur das Stadt-Fahrrad, vielmehr wurden Endurobikes bis hin zu Downhillbikes mit hochwertigen Motoren ausgestattet und sprachen auf einmal eine ganz neue und vor allem junge Zielgruppe an. Der E-Bike-Markt entwickelt sich immer noch weiter.  

 

Und die E-Biker werden immer jünger?

So ist es. Der Jüngste, der letztes Jahr bei mir ein E-Bike gekauft hat, war unter 20 Jahre. Bei den erworbenen E-Bikes in dieser Altersklasse handelt es sich hauptsächlich um Enduro-E-Bikes wie das Rotwild E+. Diesem Typ von E-Biker geht es darum, die Trails einfacher zu erreichen und noch genug Power für eine perfekte Abfahrt zu haben. Die Nachfrage wird immer größer, das Publikum immer jünger.

 

Wie lauten die Vorurteile gegen E-Bikes? Und treffen diese Vorurteile überhaupt zu?

Wie bereits schon erwähnt halten sich die Klischees: „E-Biken ist was für 80-jährige“ oder „E-Biker sind unsportlich und faul“. Die Realität sieht jedoch anders aus: Fast jeder, der ein E-Bike bei uns im Shop testet ist begeistert. Viele, die solche Vorurteile hatten, haben sich dann doch für ein E-Bike entschieden. Durch verschiedene Motorstufen, kann man selbst entscheiden, wie viel Eigenkraft man beisteuern will. Mit dem E-Bike radeln die meisten deutlich mehr Kilometer als mit einem normalen Mountainbike ohne Motor. Man radelt mit einer gesunden Pulsfrequenz und tut dem Körper somit nur Gutes.

 

Worauf sollte man beim E-Biken achten?

Bei großen Touren mit vielen Höhenmetern ist darauf zu achten, dass man nicht durchgehend mit voller Motorleistung fährt. Je weniger Motorunterstützung und mehr Eigenleistung, desto mehr Höhenmeter schafft der Akku. Dabei ist die Akkuleistung der Rotwild E-Bikes wirklich top. Mit meinem E+ habe ich letzten Sommer 2300 Höhenmeter und 78 km geschafft.

 

Wie schnell kann so ein E-Bike werden?

Der Motor des E-Bikes unterstützt bis 25km/h. Bei Rotwild entkoppelt sich ab dieser Geschwindigkeit der Motor. Durch eigene Muskelkraft ist natürlich eine höhere Geschwindigkeit erreichbar.

 

Was kostet ein E-Bike?

E-Bikes gibt es bereits so ab 2000 Euro. Wenn man sich für ein E-Mountainbike entscheidet, sollte man jedoch nicht sparen und auf ein hochwertiges Produkt setzen. Ab 4000 Euro kriegt man wirklich tolle E-Mountainbikes in super Qualität.

 

Welche Vorteile haben E-Bikes?

Es gibt einige Vorteile: Man kann seine Pulsfrequenz durch die verschiedenen Motorstufen selbst steuern und somit in einer gesunden Pulsfrequenz fahren, ohne sich zu überlasten. Man kommt deutlich schneller ans Ziel und schafft viel mehr Höhenmeter und Kilometer als auf dem normalen Mountainbike. Und: Bikefans, die keine Ausdauersportler sind, finden wieder den Spaß und die Lust am Mountainbiken.

 

Fährst du selber auch ein E-Bike?

Seit nun schon mehr als zwei Jahren. Und ich würde es niemals mehr gegen ein Mountainbike ohne Motorunterstützung eintauschen. Ich bin schneller oben und kann mit mehr Power viel konzentrierter und aufmerksamer die Abfahrten angehen. Das Rotwild E+ überzeugt mich auch bergab auf engen, steilen Trails. E-Bikes sind einfach ein großartiger Spaß.