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Trans Madeira: Ein Enduro-Rennen der besonderen Art

Die portugiesische Insel Madeira ist für Outdoorsportler schon lange kein Geheimtipp mehr. Jahr für Jahr wird die Atlantikinsel für jegliche Abenteuersportarten immer beliebter. Große Berge, wunderschöne Landschaften, ganzjährig warmes Wetter und leckeres Essen machen Madeira zu einer der Top-Adressen für Mountainbiker.

In diesem Jahr feierte die Trans Madeira vom 5. bis 9. Juni Premiere. Rotwild-Vertriebsmitarbeiter Stephan Koch ging als einer der 120 Teilnehmer bei diesem fünftägigen Enduro-Etappenrennen an den Start. Wie er die fünf Biketage zusammen mit seinem Enduro-Kollegen Roland Audenrieth erlebte, schildert er in einem zweiteiligen Rennbericht exklusiv in unserem Newsblog.

Im ersten Teil erfahren wir, wie Stephan auf das Rennen aufmerksam wurde, wie er sich vorbereitete und wieso er im Hochsommer auf Madeira mit seinem Enduro-Bike Passagen mit „Black Ice“ meistern musste.

Die Vorbereitung

„Ende Dezember 2017 stolperte ich bei der Recherche nach neuen Bike-Projekten über die Ausschreibung der Trans Madeira 2018.  Ein fünftägiges Enduro-Etappenrennen über gut 200 Kilometer, Übernachtungen im Zelt, reichlich Tiefenmeter und eine Landschaft, die ihresgleichen sucht – das hörte sich verlockend an. Nur zwei Whatsapp-Nachrichten später war mein Freund und Bike-Kompagnon Roland Audenrieth mit an Bord. Die Vorstellung, gemeinsam ein völlig neues Rennformat zu erleben, begeisterte uns. Gleichzeitig stieg mit jedem Tag, mit dem das Rennen näher rückte, die Nervosität.

Zum Jahreswechsel startete für uns die Vorbereitung. Es wäre fatal, ganz ohne Training zu einem solch außergewöhnlichen Rennen zu fahren. Übermäßig ehrgeizig wollten wir das Projekt allerdings auch nicht angehen. Unser Ziel war es, das Rennen im ‚Holiday-Mode‘ zu bestreiten, um so auch den letzten Tag des Abenteuers mit einem Lachen im Gesicht zu beenden. Doch auch dafür bedarf es einer gewissen Fitness. Im Winter bestand unser Trainingsprogramm deshalb aus regelmäßigen Skitouren und einigen Ausflügen auf die Loipe. Als der Schnee dann im Frühjahr die Trails freigab, verbrachte ich so viel Zeit wie möglich im Sattel meines R.E1 Ultra Enduro Bikes.“

Bike-Shuttle bei der Trans Madeira 2018 Foto: Stephan Koch

Die  Ankunft

„Unser Flug nach Madeira führte über Lissabon. Bereits am Flughafen trafen wir auf einige gute Bekannte aus der Enduro-Szene. Auf dem Anschlussflug nach Funchal, der Hauptstadt Madeiras, waren viele weitere Teilnehmer der Trans Madeira schnell auszumachen. Die sportlichen, jungen Fluggäste senkten den Altersdurchschnitt im Flugzeug erheblich. Denn auch wenn Madeira für Outdoorsportler immer beliebter wird, ist nach wie vor der Großteil der Touristen im Rentenalter.

Am Flughafen empfing uns ein Shuttle des Organisationsteams und brachte uns nach Machico an der Ostküste. Die älteste Stadt Madeiras sollte für die ersten beiden Tage unsere Basis sein. Nach einem kurzen Briefing für alle Teilnehmer verbrachten wir unseren ersten Abend zusammen mit einigen Bekannten beim Abendessen. Auch wenn wir uns viel zu erzählen hatten, ging’s früh ins Bett. Denn mein Wecker sollte uns spätestens um 6 Uhr aus dem Zelt klingeln.“

Die Belohnung für die Strapazen: Einmalige Ausblicke Foto: Stephan Koch

Der Rennablauf

„Der Ablauf der Trans Madeira sah vor, dass die Teilnehmer jeden Tag mit einem Shuttle zum jeweiligen Startort gefahren wurden. An den fünf Renntagen ging es teilweise von Meereshöhe bis auf 1.500 Meter hinauf und über bis zu acht Stages wieder hinunter zum Meer. Während wir uns durchs Gelände kämpften, transportierten die Organisatoren unser Gepäck zum jeweiligen Zielort. Nach sieben bis acht Stunden auf dem Bike erwarteten uns am Ende jeder Tagesetappe kalte Duschen, reichlich Verpflegung und das Zeltlager mit unseren kleinen Ein-Mann-Zelten. Wer weiche Betten, heißes Wasser und einen entspannten Saunagang zur Regeneration erwartet, ist bei der Trans Madeira fehl am Platz. Dort herrscht pures Outdoor-Feeling!“

Stephans Bike Partner für besondere Abenteuer: Roland Audenrieth auf dem schnellsten Weg ins Tal. Foto: Simon / Trans Madeira 2018

„Black Ice“ im Hochsommer

„Die einzelnen Stages waren ein sehr herausfordernder Mix aus schnellen, harten Abfahrten und sehr rutschigen, oft matschigen Trails. Das Ganze war gespickt mit ‚Black Ice‘, wie die Locals die extrem glatten, dunklen Lehmböden nennen, die nahezu keinen Grip bieten.

Was mir am Rennen besonders gefallen hat, war die Tatsache, dass es komplett ‚blind‘ gefahren wurde. Es gab kein Training, keine Kursbesichtigung oder Testruns. Hier wurde nur auf Sicht gefahren, was im Rennformat eine enorme Herausforderung war. Keiner wollte unnötig bremsen, und im Zweifel hieß es lieber: Finger weg von der Bremse und volles Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das Rad. So war Adrenalin im Überfluss garantiert!"

Wer die Trans Madeira mitfahren will, sollte auch gut zu Fuß sein. Foto: Stephan Koch

„Meinen Plan, auf diesem Rennen in erster Linie nur Spaß zu haben und ohne Ambitionen ins Ziel zu kommen, musste ich schon nach dem ersten Tag etwas modifizieren. Zu meiner eigenen Überraschung lag ich nach Tag eins in der Altersklasse M40 auf Platz 4. Das weckte natürlich meinen sportlichen Ehrgeiz! Von jetzt an kamen zum ‚Holiday-Mode‘ die Faktoren ‚Speed‘ und ‚die Jagd auf die Spitzenposition‘ hinzu.“

Ob Stefan trotz „Holiday-Mode“ seine Attacke auf die Top 3 gelungen ist, berichtet er uns in Teil 2 seines Rennberichts zur Trans Madeira 2018. Außerdem verrät er allen, die mit einem Start bei der Trans Madeira 2019 liebäugeln, einige praktische Tipps, mit denen die fünf Tage auf der Atlantikinsel sicher zu einem Bike-Highlight werden.

Das ROTWILD R.E1 Ultra war der perfekte Partner für das anspruchsvolle Etappen-Rennen auf Madeira.

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