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Trans Madeira 2018: Stephan Kochs Enduro-Abenteuer – Teil 2

Das fünftägige Etappenrennen Trans Madeira ist landschaftlich wie fahrerisch ein echtes Enduro-Highlight. Rotwild-Vertriebsmitarbeiter Stephan Koch war einer der 120 Teilnehmer, die bei der Premiere im Juni 2018 an den Start gingen. Hier ist der zweite Teil seines Rennberichts, in dem er uns an seinen persönlichen Höhen und Tiefen teilhaben lässt.

Der Rennverlauf

 

Tag 1 – Good bye, Holiday-Mode

„Meinen Plan, auf diesem Rennen in erster Linie nur Spaß zu haben und ohne Ambitionen ins Ziel zu kommen, musste ich schon nach dem ersten Tag etwas modifizieren. Zu meiner eigenen Überraschung lag ich nach Tag eins in der Altersklasse Ü40 auf Platz 4. Das weckte meinen sportlichen Ehrgeiz! Von jetzt an kamen zum ‚Holiday-Mode‘ die Faktoren ‚Speed‘ und ‚die Jagd auf die Spitzenposition‘ hinzu.“

Tag 2  - Attacke

„Beflügelt von meiner guten Platzierung nach Tag eins, stand Tag zwei unter dem Motto ‚Attacke‘. Am Ende des Renntags rutschte ich in meiner Altersklasse zwar vom vierten auf den fünften Platz, aber die Motivation war nach wie vor groß!“

 

Tag 3 – Visuelle Highlights

„Am dritten Tag folgte ein Erlebnis-Highlight der besonderen Art. Über eine Strecke von gut 25 Kilometern galt es den Haupt-Bergkamm der Insel zu überqueren. Fahrbare Trails wechselten sich mit Trage- und Schiebepassagen vor atemberaubender Kulisse ab. Normalerweise sind diese Pfade für Mountainbiker gesperrt, doch für die Trans Madeira galt eine Ausnahmeregelung. Die faszinierende Landschaft ließ uns die Strapazen schnell vergessen. Meinen fünften Platz in der Ü40-Klasse konnte ich verteidigen.“

Tag 4 - Ups und Downs

„Tag vier sollte für mich ein rabenschwarzer Tag werden. Wie aus dem Nichts war mein Flow plötzlich weg, und ich kam den ganzen Tag lang nicht ins Rollen. Leider ist solch ein mentales Tief bei mehrtägigen Rennen nicht ungewöhnlich. Aber wenn es dann passiert, will man es nicht wahrhaben. Mir hilft dann nur: Zähne zusammenbeißen und durchhalten! Letztendlich kam ich einigermaßen passabel durch den Tag. Doch ich verlor einige Sekunden und rutschte damit in der Gesamtwertung von Rang fünf auf Rang zehn ab. Das sagte eigentlich alles.“

 

Tag 5 – Wundersame Regeneration

„Wie durch ein Wunder saß ich am fünften und letzten Tag topfit im Sattel. Es ist schon faszinierend zu erleben, wie wichtig die mentale Einstellung beim Enduro-Mountainbiken ist. Jetzt konnte ich fast unbeschwert zur Sache gehen und die einzelnen Stages wieder voll und ganz genießen. Wenngleich mich der Schmerz in den Schultern bei jedem Downhill an die Strapazen der vergangenen Tage erinnerte. Beim Blick in die Gesichter der anderen Teilnehmer wurde mir schnell klar, dass ich nicht der Einzige war, der die Zähne zusammenbeißen musste, um auch die letzten Trails der Trans Madeira 2018 in vollen Zügen genießen zu können.

Am Ende schloss ich dieses erlebnisreiche Etappenrennen in meiner Altersklasse mit Platz 5 und in der Gesamtwertung mit Platz 29 ab.“

Mein Fazit

„Ein Rennen wie die Trans Madeira ist einmalig und macht süchtig. Klar, man geht an seine körperlichen und mentalen Grenzen, manchmal auch darüber hinaus, aber es macht unheimlich viel Spaß. Was mir besonders gefallen hat, war der Zusammenhalt der Teilnehmer. Die gemeinsame Leidenschaft fürs Mountainbiken, die Natur, den Wettkampf und das Bewältigen der Strapazen, schweißt wildfremde Menschen zu einer Gemeinschaft zusammen. So etwas habe ich in dieser Form noch bei keinem anderen Event erlebt.

Für mich steht definitiv fest: Dieses Rennformat wird mich wiedersehen. Wo und wann steht noch nicht fest, aber derzeit ist die Trans-Nomad in der engeren Auswahl. Sollte ich dort an den Start gehen, berichte ich gerne wieder an dieser Stelle von meinen ganz persönlichen Enduro-Momenten.“

Infos:

Die Trans Madeira 2019 findet vom 4. bis 6. Juni 2019 statt. Infos zum Rennen und zur Anmeldung gibt es auf der Website trans-madeira.com

Ergebnisse der Trans Madeira 2018 gibt es hier.

 

Alle Fotos: Stephan Koch

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