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Touren-Tipps Schwäbische Alb: Abenteuerspielplatz für Biker

Fast scheint es so, als ob sich dieses Mittelgebirge verstecken würde – zwischen Schwarzwald und Fränkischer Alb. Die Schweizer Alpen sind auch nicht mehr weit. Dabei ragt der Lemberg bereits über 1.015 Meter in die Höhe und ist damit der höchste Punkt der Schwäbischen Alb. Ein tropisches Meer schuf das imposante Hochplateau, dessen Abbruchkante, der Albtrauf, mit traumhaften Ausblicken entzückt.

Und nicht nur das. Das Mittelgebirge im Südwesten von Deutschland hat unglaublich viel für Biker zu bieten – und ist dennoch ein Geheimtipp. Die wunderschönen Landschaften mit Wäldern und Tälern, Burgen und Schlössern, schroffen Hügeln und Höhlen sorgen nicht nur für Abwechslung, sondern lassen einen in echte Abenteuerwelten eintauchen. Hier ein paar abenteuerliche Highlights:

Alp Gold Wadenbeißer – Zauberhafte Trails und zapfige Uphills

Das Waldheim in Albstadt-Ebingen ist der Startpunkt. Von dort gelangen wir recht schnell zum ersten Highlight: dem Schlossfelsenturm. Den erreichen wir über einen kleinen Abstecher (gelbe Wanderbeschilderung). Es geht zurück zum Downhill „Schlossfelsen“. Der führt uns zu den ersten kurvenreichen Trail-Abschnitten. Am Ende der Abfahrt radeln wir auf einem naturbelassenen Trail oberhalb Ebingens weiter, nähern uns unserem Startpunkt, folgen davor jedoch einem Trail Richtung Bitzer Steige. Kurz darauf verlaufen schmale, flowige Pfade durch das Ottmartal. Nach einem kurzen, steilen Anstieg rollen wir locker weiter, bekommen noch einen Trail mit 90-Grad-Kurve zum Abschluss unter die Stollenräder und radeln unterhalb des Mühlen-, Galgen- und Eschlesfels bis zum Parkplatz Setze, um dort einen vier Kilometer langen, knackigen Anstieg zu erklimmen. Im „Hotel-Gasthof zum Süßen Grund“ kann man bei einer Pause Kraft tanken und an der E-Bike-Station auch den Bike-Akku aufladen. Von dort geht’s weiter zu den „Sandlöchern“, einer reizvollen Hochfläche. Der „Schönhaldenfelsen“ ist mit seiner tollen Aussicht das nächste Highlight. Von dort schlängelt sich ein 1,7 Kilometer langer Trail ins Tennental, in dem die Federgabel einiges zu tun bekommt. Der Uphill Jausenteich treibt dann nochmal Schweißperlen auf die Stirn. Jetzt nur noch am Kletterpark vorbei und zurück zum Waldheim. Der schöne Biergarten dort sorgt für einen entspannten Ausklang.

Anspruch: Technik und Ausdauer sind gefragt
Spaßfaktor: Viel Flow und tolle Ausblicke
Länge: 18 Kilometer
Info: Bikezone Albstadt  

Vier Bikeparks: Die große Freiheit

Freerider und Freestyler kommen in der Schwäbischen Alb voll auf ihre Kosten, können sich austoben und die Freiheit genießen. Wo? Im Bikepark Albstadt (Tailfingen) im Schalkental stehen vier verschiedene Lines zur Verfügung. Mit einem Schlepplift kann man sich zum Startturm der Downhillstrecke ziehen lassen. Super: In der parkeigenen Werkstatt sind alle Biker herzlich willkommen, können Reifen flicken oder kleine Reparaturen durchführen. Der Bikepark Hochberg bei Heidenheim ist ein wahrer Abenteuerspielplatz für Biker, die es lieben, mit ihrem Bike über Dirt-Jumps, Drops und Steilkurven zu rauschen. Die „Biker-X-Piste“ am Hochberg-Skihang sorgt mit Downhill, Parcours und X-Country-Trails für anspruchsvollen Spaß auf dem Zweirad. Den gibt es auch im Bikepark Münsingen. Der befindet sich in der Grafenecker Straße an den Sportanlagen und fordert mit seinen 24 unterschiedlichen Hindernissen jeden Biker heraus. In Mössingen ragt eine Dirt-Anlage aus dem Boden. Die Sprunghügel sorgen für Airtime und sind auch für Mountainbiker geeignet. In Onstmettingen kann man außerdem über einen Pumptrack pushen und mit seinem Bike die kleinen Wellenberge aus Erde abreiten.

Infos: Bikepark Albstadt, Bikepark Hochberg, Mountainbike-Park Münsingen, Dirtbikeanlage Mössingen

Mehrtagestour: Tour d’Alb

Zwischen Aalen und Tuttlingen schlängelt sich für Mountainbiker eine ganz besondere Herausforderung durch die Schwäbische Alb. Auf einer Strecke von 368 Kilometern verläuft der „Bike Crossing“, den man in sechs oder sieben Tagesetappen meistern kann. Entlang des Albtraufs mit seinen tief eingeschnittenen Tälern haben die Touren viele Höhenmeter und rasante Abfahrten zu bieten. Zwar ist die Route im Einklang mit der „2-Meter-Regel“ konzipiert und beinhaltet keine großen technischen Schwierigkeiten. Doch das braucht es auch gar nicht. Die genialen Aussichtspunkte, die man immer wieder mit seinem Bike erreicht, sind wirklich einmalig. Übrigens: Wer den „Bike-Crossing“ nicht an einem Stück fahren möchte, kann sich an vielen Streckenabschnitten von der Bahn wieder zurück zum Ausgangspunkt seiner Tour bringen lassen.

Spaßfaktor: Für Bergziegen, Genießer und Downhiller
Länge: 368 Kilometer
Infos zur Bike-Crossing Schwäbische Alb Tour

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