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Touren-Tipps in der Rhön: Rock 'n' Roll durchs Vulkangestein

Über Bayern, Hessen und Thüringen erstreckt sich ein Mittelgebirge, das im wahrsten Sinne des Wortes herausragend ist. Immer wieder ragen Felsmassive aus dem Erdreich, die wie kleine, aneinandergereihte Türme aussehen. Sie bestehen aus dem Vulkangestein Basalt, das der Landschaft eine zauberhafte Aura verleiht, die auch Mountainbiker schnell in ihren Bann zieht. So radelt man durch wunderschöne Wälder und erklimmt auf zwei Rädern Gipfel, die traumhafte und weite Ausblicke über sanfte Hügellandschaften offenbaren. Das Wegenetz für Zweiräder erstreckt sich in der Rhön auf über 1.000 Kilometer. Hier ein paar Highlights:

Alle guten Dinge sind: drei Gipfel!

Am Rathausplatz von Wildflecken startet die Tour, die wie eine kleine Bergetappe bei der Tour de France verläuft. Höhepunkt ist dabei die Wasserkuppe, mit 950 Metern der höchste Gipfel in der Rhön. Von Wildflecken folgt man dem Wegweiser des Radfernwegs Rhön-Sinntal bis Oberweißenbrunn, radelt weiter nach Bischofsheim und steuert über das Schwarzbachtal die Teufelsmühle an. Von hier geht es hinauf zum Holzberghof. Eine burgartige Anlage mit Einkehrmöglichkeit. Weiter geht‘s zum Basaltsee. Der Weg verläuft vorbei an der „Kalten Buche“, über schöne Wiesenabschnitte und bietet eine rasante Abfahrt. Nun folgt man der Beschilderung „Schwarzes Moor“ und nimmt den Heidelstein in Angriff, der 921 Meter misst und einen tollen Ausblick über weite Teile der Rhön bietet. Der grün-weiße MTB-Wegweiser führt zum „Roten Moor“ – ebenfalls sehenswert. Kurz darauf folgt der Anstieg zur Wasserkuppe. Hin und zurück knapp zehn Kilometer, die den Puls nochmal richtig auf Touren bringen. Damit nicht genug: Es geht weiter auf dem „MTB-Westweg“, der sich steil und hartnäckig auf den Himmeldunkberg (888 Meter) schlängelt – der dritte und letzte Gipfel. Die Abfahrt bis zum Jugendzeltplatz bei Oberweißenbrunn macht jede Menge Spaß; von dort rollt man dann gemütlich zum Ausgangspunkt nach Wildflecken zurück.

Anspruch: Für Bergziegen – mit bissigen Anstiegen und rockigen Abfahrten

Spaßfaktor: Tolle Ausblicke und Natur

Länge: 55 Kilometer

Info: www.rhoen.de

Foto: Arnulf Müller

Grenzenloser Flow am Kreuzberg

Kaum zu glauben, aber wahr: In der Rhön gibt es den längsten MTB-Downhill nördlich der Alpen! Der„Supertrail“ auf dem Kreuzberg (928 Meter) zieht sich in Form von Singletrails, Flowtrails, Forst und Waldwegen über zehn Kilometer durch die Landschaft. Ein guter Startpunkt ist das Kloster am Kreuzberg. Dazu haben die „Locals“ von Rhöntrail noch Streckenabschnitte gestaltet, die am Kreuzberg über recht unbekannte Wege führen, die von Wanderern kaum frequentiert werden. Grenzenloser „Flow“ ist so garantiert - mit Drops, Sprüngen und Chickenways, die man auch umfahren kann. Die Flowtrails sind teilweise nicht breiter als ein Blatt Papier. Vom Berg bis zum Tal sind es 600 Höhenmeter. Es gibt auch einen Übungsparcours. Hier ist wirklich für jeden Bikefan was dabei.

Anspruch: Für Beginner und Profis geeignet

Spaßfaktor: Spiel, Spaß und Sprünge

Länge: Solange die Puste reicht

Info: www.flowtrail-kreuzberg.com 

Foto: Arnulf Müller

Vier Kapellen und ein Mountainbike

Es muss ja nicht immer höher, schneller und weiter sein. Diese Tour führt ganz locker und leicht über knapp 26 Kilometer. Sie hat vier Etappenziele, genauer gesagt vier Kapellen, die sich rund um die Gemeinde Fuchsstadt befinden. Am Rathaus beginnt die Tour, die zunächst um den Fohrenberg herum und dann hinauf zum Kohlenberg mit der gleichnamigen Kapelle führt. Durch Weinberge und ein kleines Seitental strampelt man kurz hinunter und auch gleich wieder hinauf - zur Lauerbacherhöhe mit der Lauerbachkapelle. Es geht weiter: Über die Heinigshauben erreicht man die dritte Kapelle, die Dreifaltigkeitskapelle. Hier kann man den tollen Blick über die Felder, Wälder und Wiesen rund um Fuchsstadt genießen. Eine kurze, rasante Abfahrt in den Ort, noch einmal bergauf und bergab, und schon ist das vierte Etappenziel in Sicht: die sogenannte Franzosenkapelle. Von dort geht es über die Hauptstraße wieder hinunter zum Rathaus. 

Anspruch: Perfekt für eine Feierabendrunde

Spaßfaktor: Bergauf, bergab – da kommt keine Langeweile auf

Länge: 26 km

Info: www.fuchsstadt.de

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