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Touren-Tipps im Bayerischen Wald: Ab in die Wildnis!

Für ein Mittelgebirge ragt der Bayerische Wald ganz schön weit hinaus. Die höchsten Gipfel sind der Große Arber mit 1.456 Meter und der Große Rachel mit 1.453 Meter. Da sind die Alpen nicht mehr weit. Im Ostteil des Mittelgebirges entstand 1970 Deutschlands erster Nationalpark. Er wurde 1997 erweitert und bildet zusammen mit dem Šumava Nationalpark in Tschechien eines der größten Schutzgebiete Europas, in dem sich Mountainbiker im Einklang mit der Natur bestens austoben können. Hier ist für jedes Biker-Level etwas dabei.

Drachen, Downhills und Trails 

Diese Tour beginnt in „Furth im Wald“. Von der „Drachenstich-Festwiese“ radeln wir Richtung Stadtzentrum zum Friedhof. Nach dem Kriegerdenkmal geht es links in einen Feldweg und durchs „Tal der Kalten Pastritz“. Ein Waldpfad führt hinauf zum Schloss Voithenberg und zu einem großen Parkplatz. Den überqueren wir, um gleich darauf den ersten bissigen Uphill in Angriff zu nehmen. Ein lang ansteigender Forstweg, der in Trails übergeht und Spaß macht. Am Glaskreuz ist die erste Bergwertung überstanden. Nun geht es wieder bergab - zum Langlaufzentrum Gibacht. Von dort zieht sich ein kurzer Anstieg über einen Trail und eine Asphaltstraße zur Althütte. Über eine Wiese gelangt man zum Waldrand und klettert noch ein kurzes Stück bevor ein Downhill nach Lixenried führt. Auf dem Wanderweg G9 gelangen wir zum Kirschbaumriegel, einem kleinen Gipfel mit Aussichtsfelsen. Ein Trail führt durch den Wald, am Kühberg vorbei und zu einer Asphaltstraße, die später in einen Schotterweg übergeht und uns zum Ortsteil Stieberg bringt. Am Fuße des Voithenbergs entlang geht es über eine Brücke zum Waldlehrpfad. Kurz darauf folgt rechts eine Straße, die wir queren. Nun radeln wir noch durch ein Waldstück und kehren zum Startpunkt zurück. Eine Tour mit tollen Ausblicken und anspruchsvollen Up- und Downhills.

Anspruch: Technik ist gefragt – bergauf und bergab

Spaßfaktor: Traumhafte Aussichtspunkte

Länge: 35 Kilometer

Info: www.bayerischer-wald.org

 

Groß, größer, Falkenstein

Vor dem Rathaus in Lindberg satteln wir auf und radeln nach Theresienthal. Vor der Bundesstraße B11 folgt man dem parallel verlaufenden Wirtschaftsweg in Richtung Ludwigsthal. Nach knapp 500 Metern treffen wir auf den Böhmweg, der führt uns parallel zur B11 bergauf Richtung Ludwigsthal. Wir überqueren kurz davor jedoch die Straße nach Spiegelhütte, rollen über den Kolbersbach und folgen kleinen Nebenstraßen bis nach Schleicher. Am Schleicherbach passieren wir die Schleicherschwelle, die früher zum Holztriften genutzt wurde. Im Zwieseler Waldhaus lohnt sich eine Pause. Dann folgt der lange und knackige Anstieg auf Asphalt und Schotter hinauf zum „Großen Falkenstein“. Nach der Kreuzung zum Ruckowitzschachten wird es noch etwas steiler, dann kommt auch schon das Schutzhaus, und oben am felsigen Gipfel erwartet uns ein wunderbarer Blick über sanfte Hügel und Täler. Über ehemalige Viehweiden und das Höllbachgespreng  tauchen wir wieder in den Wald ein – in die traumhafte und idyllische Wildnis des Bayerischen Waldes. Kurz nach der Abzweigung zum Hochschachten treffen wir wieder auf den Böhmweg und fahren zum Ausgangspunkt zurück.

Anspruch: Nur für Bergziegen geeignet

Spaßfaktor: Schöne Landschaften und ein schroffes Gipfelglück

Länge: 43 Kilometer

Info: www.mountainbiken.arberland-bayerischer-wald.de

 

Durch Wälder und Wiesen

Diese Tour beginnt in der kleinen Ortschaft Mauth auf dem Parkplatz gegenüber der Apotheke. Von hier aus geht es recht gemütlich und leicht bergab ins Reschbachtal. Wir rollen am Freilichtmuseum in Finsterau vorbei und treffen auf einen netten Uphill mit 1,5 Kilometer Länge und 110 Höhenmetern. Der Weg ist geteert und damit auch im Winter bei Schnee gut zu meistern. Am Ski- und Sportstadion in Finsterau geht es wieder bergab. Wälder und Wiesen wechseln sich ab, dazwischen verträumte Bauernhöfe. Bis zur Hammerklause, einem idyllischen See, der früher zum Holztriften angelegt und genutzt wurde. Nach einem kräfteraubenden Anstieg von einem Kilometer können wir unsere Bikes bis nach Hinterfirmiansreut wieder locker laufen lassen. Bei Spicking geht es durchs Saußwasser-Tal bis zur Annathalmühle. Von dort ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt. Nur noch ein paar Höhenmeter, dann stehen wir mit unseren Bikes auch schon wieder in Mauth.

Anspruch: Lässige und schöne Tour  

Spaßfaktor: Sehr abwechslungsreich

Länge: 24 Kilometer

Info: www.mountain-bike-bayerischer-wald.de

 

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