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Touren-Tipp Erzgebirge: Ein kleines Paradies für Biker

Genau 1.244 Meter misst der Keilberg. Die höchste Erhebung im Erzgebirge, das sich durch Sachsen und Böhmen zieht und mit seinen weiten Tälern, wunderschönen Flusslandschaften und bizarren Felsmassiven besonders Mountainbiker verzaubert – aber auch herausfordert. Das Mittelgebirge hat mit Mittelmaß nichts zu tun. Im Gegenteil: Hier kommt jeder Biker voll auf seine Kosten. Anspruchsvolle Uphills und rasante Abfahrten, dazu Singletrails, Bikeparks und Touren, die über mehrere Tage gehen, sorgen für viel Spaß und Abwechslung. Das Erzgebirge mit Bike – ein echter, schweißtreibender Hochgenuss!

 

Kleines Abenteuer durchs Schwarzwassertal

Die Tour startet bei Lengefeld, direkt beim Forsthaus Frenzel. Es dauert nicht lange, da warten in südlicher Richtung bereits die ersten Singletrails, die immer wieder von einfachen Waldpassagen unterbrochen werden. Hinauf nach Zöblitz rollen wir kurz über eine Straße. Es geht weiter bergauf bis nach Ansprung. Hier erreichen wir mit 799 Metern den höchsten Punkt der Tour. Es folgt eine entspannte und lange Abfahrt über Asphalt, Kopfsteinpflaster und Forstwege bis zur Schwarzen Pockau: das sogenannte Schwarzwassertal. Es bietet ein wunderschönes Naturschauspiel mit sprudelnden Bächen, satten Wiesen und üppigen Wäldern. Anschließend kommen wir nach Niederlauterstein, wo sich ein kurzer Abstecher zur Burgruine anbietet (bestens für eine Pause geeignet) und radeln weiter bis zur Strobelmühle. Kurz darauf geht es links ab nach Lauterbach über einen kleinen Anstieg. Über Wiesenpfade, die einen tollen Ausblick aufs mittlere Erzgebirge ermöglichen, rollen wir zum Startpunkt, dem Forsthaus Frenzel in Lengefeld, zurück.

Anspruch: Eine Runde für Genießer – mit kurzen, anspruchsvollen Trailpassagen
Spaßfaktor: Tolle Ausblicke und Natur
Kilometer: Knapp 45 km
www.bikerevier-erzgebirge.de

 

Trails, Trails, Trails…

Rund um den Rabenberg wartet ein ganz besonderes Vergnügen auf Mountainbiker. Denn dort erstreckt sich ein „Trailcenter“. Im Klartext: Ein echtes Singletrail-Paradies. Es umfasst Wege mit einer Gesamtlänge von knapp 50 Kilometern. Davon bestehen rund 50 Prozent aus Trails, die meist naturbelassen und in fünf verschiedenen Runden zu entdecken und auf zwei Rädern zu erleben sind. Anlieger, Wellen, Kicker, North-Shores und natürliche Wurzelpassagen sorgen für jede Menge Abwechslung und Fahrspaß – für Anfänger, Familien, aber auch ambitionierte Enduro-Biker. „Taster Loop“, „Peak Orbiter“, „Border Trail“, „Black Raven“ (sehr anspruchsvoll mit 26 Kilometern und 880 Höhenmetern!) und „Two Mountains Loop“ heißen die fünf Schleifen um den Rabenberg. Dazu gesellen sich Highlights wie der „Stone Garden“: ein technisch anspruchsvolles Steinfeld mit Holzstegen. Der „Wismut Downhill“ ist für Biker mit guter Technik geeignet. Der „Kyrill Trail“ kommt sehr flowig daher und bietet tolle Aussichtspunkte. Die „Rattlesnake Alley“ ist ein gewundener Trail durch einen Hohlweg mit natürlichen Anliegern. Neun Euro kostet die Tageskarte – ein echtes Schnäppchen, denn der Ritt durchs Singletrail-Paradies rockt einfach!

Anspruch: Beginner bis Enduro-Biker
Spaßfaktor: Einfach paradiesisch!
Kilometer: Nach Kondition, Können und Zeit
www.sportpark-rabenberg.de/trailcenter-rabenberg.html

 

Tour de Erzgebirge

Wem eine einfache Tagestour oder ein wilder Ausritt im Bikepark nicht reichen, der kann das Erzgebirge mit seinen Gipfeln wie dem Keilberg oder Fichtelberg auch komplett durchradeln. Der „Stoneman Miriquidi MTB“ ist ein 162 Kilometer langer Rundkurs von und nach Oberwiesenthal. Er führt über neun der höchsten Berge des sächsisch-böhmischen Mittelgebirges: Bärenstein, Pöhlberg, Scheibenberg, Rabenberg, Auersberg, Plattenberg, Pleßberg, Keilberg und Fichtelberg. Dabei stehen insgesamt 4.400 Höhenmeter auf dem Programm. Auf jedem Gipfel warten eine Stempelstelle und eine Infotafel mit Karte und Beschreibung des nächsten Streckenabschnitts. Die Tour de Erzgebirge führt über Forstwege, Singletrails und durch kleine Ortschaften. Wer will, kann die 162 Kilometer an einem Tag absolvieren. Je nach Fitness, Kondition und Zeit kann man das Ganze natürlich auch etwas ruhiger angehen: Bei der sogenannten „Trophy“ meistert man die Distanz innerhalb von zwei bis drei Tagen; bei den „Open“ über vier bis sechs Tage geht es gemütlicher zur Sache. 

Anspruch: Für Bergziegen und Genießer geeignet
Spaßfaktor: Auf Erlebnistour im Erzgebirge
Kilometer: 162 km
www.stoneman-miriquidi.com

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