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Touren-Highlights in der Eifel: Vulkane, Maare und Trails

Zwischen Aachen, Trier und Koblenz erstreckt sich ein wunderschönes und einzigartiges Naturschauspiel. Durch Feuer, Wasser und Luft wurde es in den vergangenen Jahrmillionen geprägt und geformt: Schroffe Felsformationen, von Flüssen durchzogene Landschaften und Täler, vermoorte Trockenmaare, aufgeschichtete Höhenzüge und funkelnde Seen in alten Vulkankegeln, die umringt werden von dichten Wäldern. All das macht die Eifel zu einem Anziehungspunkt – besonders für Mountainbiker. Das deutsche Mittelgebirge, das bis an die Ardennen in Belgien und Luxemburg reicht, ist jedoch immer noch ein Geheimtipp. Hier ein paar Highlights:

 

Lieserpfad: Eine sehr erfrischende Tour 

 

Auf dem Wanderparkplatz am Gemünder Maar startet die Tour, nur zwei Kilometer von der kleinen Ortschaft Daun in der Vulkaneifel entfernt. Hier begeben wir uns auf den Lieserpfad, einen Wanderweg, der mit seinen unzähligen Trails auch Mountainbiker zum Schwärmen bringt. Auf Forstwegen rollen wir uns ein in Richtung Übersdorf und treffen auf den ersten Trail – nicht zu ruppig oder zu schwer und genau richtig zum Aufwärmen. Es geht weiter über schmale Waldpfade mit steilen Anstiegen. Bei Manderscheid wird es dann immer anspruchsvoller, die Wege werden schmaler, die Kurven enger. Der Trail läuft auf fünf Kilometern an einer Hangkante entlang. Der Rückweg führt uns durch die Wolfsschlucht und Wildbäche. Kurz vor Bleckhausen lockt noch die „Wacholderheide“ mit einer schönen Downhill-Passage. Bei Übersdorf geht es an bizarren Felsformationen aus Lavagestein vorbei, ehe wir wieder auf den Hinweg stoßen und gemütlich zum Wanderparkplatz zurückradeln. Tipp: Am Wegesrand ragen auch schon mal Burgruinen in den Himmel – perfekt für eine kleine Verschnaufpause und Besichtigung. Genauso wie der Gemünder Maar – ein traumhafter, fast kreisrunder Vulkansee, der eine willkommene Erfrischung bietet. Und: Da der Lieserpfad ein sehr schmaler Weg ist, trifft man gerade im Sommer immer wieder mit Wanderern zusammen. Da ist natürlich besondere Rücksicht gefragt. Wer sich intensiver auf Trails austoben will, sollte dem Trailpark Vulkaneifel einen Besuch abstatten.   

Anspruch: für Biker mit guter Fahrtechnik und Biss

Spaßfaktor: sehr abwechslungsreich und vielseitig

Länge: 42 Kilometer

Info: www.eifel.info

 

Grenzenloses Vergnügen auf zwei Rädern

Im Herzen des Nationalparks „Eifel“ liegt Monschau. Startpunkt dort ist der Parkplatz vor dem Campingplatz Dreistegen. An der Rur entlang fahren wir bis zum „Gut Reichenstein“ und nehmen auf dem Teilstück bereits den ersten Trail in Angriff. Bei Mützenich treffen wir auf eine Hochmoorlandschaft (Venn), die etwas Märchenhaftes ausstrahlt und jeden Biker verzaubert. Unten im Tal folgen wir dem Getzbach und gelangen auf einen weiteren Trail, der bis zum Eupener Stausee führt, den wir im Uhrzeigersinn umrunden. Hier, auf der belgischen Seite der Eifel, wimmelt es nur so vor lauter Singletrails, die einfach Spaß und Freude bereiten, aber auch ein gewisses Fahrkönnen voraussetzen. Doch damit nicht genug: Auf dem Geopfad „Ternell“ geht es zurück nach Mützenich. Auch hier kann man sich nach Herzenslust austoben und in einen wahren Trail-Rausch geraten. Kurz vor Mützenich biegen wir ab zur Rur, der wir wieder über die erste Trailpassage der Tour bis zum Parkplatz folgen. Wer mal eine kleine Trail-Pause einlegen will, der kann hier und da auch auf Forstwege ausweichen und so entspannt weiter rollen.    

Anspruch: immer wieder anspruchsvoll

Spaßfaktor: Nur etwas für echte Trailfans

Länge: 49 Kilometer

Info: www.nationalpark-eifel.de

                    

 

Abheben mit Bike in Hürtgenwald

Wer mit seinem Bike gerne einmal abhebt, der sollte einen Abstecher in den Bikepark Hürtgenwald machen. Von April bis Oktober geöffnet (Tageskarte: 25 Euro für Erwachsene/15 Euro für Kinder) bietet er vier sehr abwechslungsreiche Strecken: zwei klassische Downhill-Pisten, eine Line für Freerider sowie einen Flowtrail. Bei jedem ist „Airtime“ garantiert: Schöne, weite Sprunghügel, die einen harmonisch und sehr rasant durch den Wald schießen lassen. Dazu immer wieder kleine Jumps und eine Steilwand aus Holz und Kurven, die man mit Highspeed meistern kann. Wer bremst, verliert! 2015 eröffnete der Bikepark, der vom MTB-Verein Nordeifel Gravity und den Kooperationsvereinen BSV Profil Hürtgenwald und der ESG Eschweiler betrieben wird. Die „Local Bike Heroes“ Nico Vink und Kristof Lenssens haben die Strecken gestaltet und gebaut. Ein Bus-Shuttle bringt Bike und Biker direkt in die Nähe des Startpunkts.

Anspruch: Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Spaßfaktor: sehr, sehr, sehr hoch und weit!

Info:  www.mtb-park-huertgenwald.de

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