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Touren-Highlights im Teutoburger Wald: Höher, schneller und steiler…

Die Mittelgebirge in Deutschland bieten oft den gesamten Winter hindurch gute Bedingungen und erfreuen Bikerherzen mit knackigen Uphills, rasanten Abfahrten und anspruchsvollen Trails. So auch der Teutoburger Wald. Er beginnt im Niedersächsischen Bergland, zieht sich von dort auf rund 105 Kilometern durchs Tecklenburger Land und Ostwestfalen und streift mit seinen sanften Hügeln, wunderschönen Wäldern und einzigartigen Sehenswürdigkeiten Städte wie Osnabrück, Bielefeld und Detmold. Hier ein paar Touren-Highlights:

 

Rund ums Hermannsdenkmal


Bei dieser Tour dreht sich alles um die wohl markanteste und bekannteste Sehenswürdigkeit dieser Region, die weit über die Baumkronen des Teutoburger Waldes ragt: das Hermannsdenkmal. Es erinnert an den Cheruskerfürsten Arminius, der im Jahre 9 in der Varusschlacht die Römer besiegte. Mit einer Gesamthöhe von 53,46 Metern ist es die höchste Statue Deutschlands; von 1875 bis zur Erbauung der Freiheitsstatue im Jahr 1886 war das Hermannsdenkmal sogar das höchste Monument der westlichen Welt.

Die Tour beginnt im kleinen Luftkurort Hiddesen. Vom Parkplatz des Gasthauses „Hiddeser Hof“ radeln wir los, auf der Hindenburgstraße Richtung Freibad und ins Heidental hinein. Dort bis zum Kaiser-Wilhelm-Weg, der zunächst über Kies führt. Nach 200 Metern biegen wir links und kurz darauf rechts ab, um schließlich einem schmalen, verwurzelten und immer steiler werdenden Trail bergauf zu folgen. Es kreuzt ein Forstweg, den wir überqueren, um gleich die nächste kniffelige Wurzelpassage in Angriff zu nehmen. Danach biegen wir nochmal rechts ab, meistern eine kleine Steigung und stehen auf der 386 Meter hohen Grotenburg vor dem Denkmal. Bis hierher haben wir auf gut einem Kilometer knapp 200 Höhenmeter bewältigt. Und das war nur die erste Etappe. Jetzt geht es wieder runter. Über die asphaltierte Denkmalstraße Richtung Schling (rasante Abfahrt!) bis zu einer 90-Grad-Kurve. Dort links ab auf den Martsieksweg (Forstweg), der uns ins Heidental und zur Hindenburgstraße zurückführt. An der Spitzkehre rechts und gleich wieder links ab in den Wald hinein, um den nächsten, direkten Uphill zum Hermannsdenkmal unter die Stollenreifen zu nehmen. Wer die Augen offen hält, entdeckt zwei, drei weitere Trails zum Gipfel der Grotenburg. So geht es steil rauf und steil runter – bis einem die Puste ausgeht.

Anspruch: Viel Technik, viel Ausdauer, viele Höhenmeter

Spaßfaktor: Achterbahnfahrt auf zwei Rädern

Kilometer: Beliebig kombinierbar

Mehr Info: www.hermannsdenkmal.de

 

Vulkan, Raketen und Wälder


Startpunkt dieser Tour ist der „Neue Kurpark“ in Bad Meinberg. Von hier geht es zunächst ganz entspannt zum Naptetal und von dort mit einem schweißtreibenden Anstieg auf den Bellenberg. Durch prächtige Wälder fahren wir ins Tal des Heubaches und am Schloss Vinsebeck vorbei auf einen Höhenrücken oberhalb von Sandebeck – mit tollen Aussichtspunkten.  Am Rand der Ortschaft befindet sich der sogenannte „Vulkanembryo". Von dort geht es über eine Naturstraße zum Höhenrücken des Eggegebirges und zur „Preussischen Velmerstot" auf 468 Metern – der Bergkopf war bis 1995 eine verbunkerte NATO-Flugabwehr-Raketenstation. Die Fläche wurde im Rahmen des NSG-Projektes renaturiert. Danach verläuft die Tour hinab in das obere Silberbachtal und durch weite, einsame Wälder zum Passübergang „Egge Bundesstraße 1". Auf alten Forstwegen radeln wir am Barnacken – mit über 446 Metern der höchste Punkt des Teutoburger Waldes - vorbei und zum „Kleiner Rigi“ (388 m).  Anschließend folgt eine steile Abfahrt zum Naturdenkmal Externsteine. Durch die Altstadt von Horn und über einen Wiesentrail an der Moorgewinnungsanlage erreichen wir den Ausgangspunkt.

Anspruch: Abwechslungsreiche Tour für zähe Bergziegen

Spaßfaktor: Über 1100 Höhenmeter mit tollen Ausblicken

Kilometer: 42 Kilometer

Mehr Info: www.teutoburgerwald.de

 

Downhills im Iburger Wald


Zum Teutoburger Wald gehört auch der Iburger Wald bei Osnabrück. Dort ragt der Dörenberg mit 331 Metern empor. Er ist gespickt mit zahlreichen Downhills und anspruchsvollen Trails. Dazu gesellen sich der Freden (269 m) und das Holperdorper Tal, die beide anspruchsvolle und spannende Touren zu bieten haben. Aber Vorsicht: Nicht alle vermeintlichen Downhillstrecken sind für Mountainbiker freigegeben. Ein guter Ausgangspunkt ist das Gasthaus zum Dörenberg, wo in Zusammenarbeit mit der Bergschule Osnabrück auch geführte Touren angeboten werden. Ansonsten gilt natürlich wie bei allen Mountainbiketouren: Mit Weitsicht und Rücksicht auf Wanderer und die Natur fahren!

Anspruch: Schwungvolle Touren für ambitionierte Biker

Spaßfaktor: Steil und rasant

Kilometer: Nach Lust und Ausdauer

Mehr Info: www.tecklenburger-land-tourismus.de

 

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