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Tour de Alps: Vier Tage durch die Lienzer Dolomiten

Vier Tage von Hütte zu Hütte durch die Lienzer Dolomiten. Bei dieser Tour de Alps werden auf 112 Kilometern rund 5.350 Höhenmeter bewältigt. Entsprechend "zackig" sieht das Höhenprofil der Tour aus, bei der gute Kondition und Fahrtechnik gefragt sind. Als Belohnung winken traumhafte Ausblicke auf die Gailtaler Alpen und die Villgratner Berge, und zur Erholung für den nächsten Tag wartet an jedem Etappenziel eine komfortable Berghütte.

Etappe 1: Lienz – Anna Schutzhaus

Der Lienzer Bahnhof ist unser Startpunkt. Es geht rechts auf die Hauptstraße. Nach der Brücke rollen wir über die Isel bis zum Ortsteil Peggetz. Wir folgen der grünen Beschilderung bis zur Drau. Flussabwärts biegen wir nach 3,5 Kilometern links nach "Dölsach Zentrum" ab. Hier radeln wir über eine Brücke und folgen rechts einem Feldweg bis nach 500 Metern links ein kleiner Kanal kommt, über den ein Betonsteg führt. Diesen überqueren wir, und nach einem weiteren halben Kilometer steht der erste Anstieg Richtung Dölsach/Gödnach (Route-Nr. 125) bevor. Kurz vor der St. Georgenkapelle zweigt der Weg rechts über eine Holzbrücke nach Gödnach ab. Wir rollen durch den kleinen Ort, fahren weiter nach Görtschach und folgen nun den Wegweisern zum "Ederplan". Nach dem Ort beginnt die Forststraße, die uns bis zum Anna Schutzhaus führt. Dabei sind die letzten 200 Höhenmeter sehr anspruchsvoll und führen steil bergauf.

Fakten: Höhenmeter bergauf/ bergab: 1.350/ 50 Meter, Streckenlänge: 17,5 Kilometer, Anspruch: mittelschwierig

Anna Schutzhaus. Foto: TVB-Osttirol, Ronald Kaichhauser

Etappe 2: Anna Schutzhaus – Lienzer Hütte

Es geht rasant weiter. Denn wir fahren den steilen Anstieg wieder hinunter. Bis zur Abzweigung "Iselsberg Zwischenbergen" auf 1.570 Metern. Über einen Forstweg geht es hier bis zu einer Kehre, die uns bis nach Stronach (1.106 Meter) bringt. Ab hier radeln wir über Asphalt und stoßen auf eine Bundesstraße. Dieser folgen wir und biegen nach 500 Metern beim Ortsschild "Iselsberg" links in eine kleine Straße ab. Am Möserhof vorbei geht es ins Debanttal. Schotterwege und gelbe Wegweiser, auf denen "Lienzer Hütte" steht, bringen uns bis kurz vor das Gasthaus "Zur Säge". Dort überqueren wir den Debantbach und kämpfen uns hinauf zur Lienzer Hütte.

Fakten: Höhenmeter bergauf/ bergab: 1.050/ 1.050 Meter, Streckenlänge: 24,5 Kilometer, Anspruch: mittelschwierig

Ausblick Biketour Ederplan. Foto: TVB-Osttirol, Ronald Kaichhauser

Etappe 3: Lienzer Hütte – Hochsteinhütte

Die Königsetappe unserer Tour de Alps steht bevor. Von der Lienzer Hütte geht es zunächst Richtung "Parkplatz Seichenbrunn" bis zur Abzweigung "Lienz Faschingalm". Geradeaus, auf der rechten Talseite, führt ein Forstweg bis zur Kehre einer Asphaltstraße. Dieser folgen wir bis zur Faschingalm und weiter bis zur Talstation eines Sessellifts. Über Schotterpisten und durch Lärchenwälder kommen wir an Berghütten vorbei und biegen auf 1.785 Metern in einen Wiesenweg ab. Dieser führt uns über einen steilen, kurzen Anstieg nach "Zettersfeld Zentrum". Am Gasthof Bidner und an der Zettersfeldbahn vorbei geht es auf eine Straße, die uns nochmal kräftig schwitzen und ein paar Höhenmeter fressen lässt, bevor eine grandiose Abfahrt über 1.200 Höhenmeter bis nach Lienz folgt. Wir überqueren eine Bundesstraße beim Parkplatz des Hochsteinlifts. Hier behalten wir die Wegmarkierungen "103/121" im Blick und nehmen den nächsten, heftigen Anstieg in Angriff. Vorbei am Schloss Bruck geht es über einige Kehren bis zum Abzweig "Hochsteinhütte", der uns auf 2.025 Meter bringt. Die letzten 150 Höhenmeter haben es in sich und führen über den sogenannten Russenweg.

Fakten: Höhenmeter bergauf/ bergab: 1.900/ 1.850 Meter, Streckenlänge: 35,5 Kilometer, Anspruch: schwierig

Etappe 4: Hochsteinhütte – Lienzer Dolomitenhütte – Lienz

Es folgt die letzte Etappe, die noch einmal einige Einblicke und Ausblicke in die traumhafte Bergwelt rund um Lienz bereithält. Von der Hochsteinhütte geht es über den gleichen Weg vom Vortag wieder hinunter bis zur Abzweigung "Sternalm", die wir nach etwa 15 Minuten erreichen. Auf einem Forstweg (Nr. 103) geht es weiter bergab bis nach Leisach. Wir stoßen auf die Bundesstraße am Talboden und biegen am Ortsschild "Leisach" rechts ab in Richtung "Naturlehrpfad Amlach". Der Drausteg führt uns zur Dolomitenwaldschenke. Nun radeln wir links und durch den Ort Amlach bis nach Tristach. Am Sportplatz vorbei fahren wir noch recht entspannt bis zur Naturrodelstrecke und nehmen dann den teilweise steilen Anstieg bis zum Kreithof (1.050 Meter) in Angriff. Danach folgen wir der Mautstraße und bewältigen die letzten 500 Höhenmeter unserer Tour de Alps bis zur Lienzer Dolomitenhütte – eine sehr schöne und urige Einkehr. Hier laden wir unsere leeren Akkus noch einmal auf und rollen über die Mautstraße gut acht Kilometer (knapp 1.000 Höhenmeter) wieder zurück ins Tal bis nach Tristach – und weitere drei Kilometer bis zum Bahnhof in Lienz.

Fakten: Höhenmeter bergauf/ bergab: 1.050/ 2.400 Meter, Streckenlänge: 34,5 Kilometer, Anspruch: mittelschwierig

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