Tipps für die Tourenplanung mit dem E-MTB

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Damit eine EMTB-Tour zu einem gelungenen Erlebnis wird, haben wir hier eine Checkliste für alle E-Mountainbiker zusammengestellt. Wer diese Tipps vor, während und nach der Tour beherzigt, sollte ohne unerwünschte Komplikationen von seinem Bike-Ausflug zurückkehren.

In unserem Artikel mit allgemeinen Tipps zur Tourenplanung erläutern wir die grundsätzlichen Vorbereitungen, die für eine gelungene Mountainbike-Tour notwendig sind. Für E-Biker gibt es darüber hinaus noch einige zusätzliche Dinge, die bei der Planung einer Tages- oder Mehrtagestour eine Rolle spielen:

Bei der Planung beachten

  • Ist die geplante Tour noch aktuell? Online-Tools wie Komoot oder Trailforks sind praktisch und beliebt. Doch Vorsicht: Sucht man sich hier eine mehrere Jahre alte Tour heraus, kann die Strecke durch Wegsperrungen und Ähnliches nicht mehr wie angegeben befahrbar sein. Deshalb: Bei älteren Touren aktuelle Informationen bei lokalen Bikeshops oder Guides einholen.
  • Fahre ich in einer gemischten oder reinen E-MTB-Gruppe? Bei gemischten Gruppen müssen Streckenlänge und Gesamthöhenmeter entsprechend geringer ausfallen.
  • Schiebe- und Tragestrecken möglichst vermeiden. Auch wenn Schiebepassagen durch die Schiebehilfe zu meistern sind, wird das Tragen des über 20 Kilogramm schweren Bikes schnell zur Qual.
  • Achte bei der Routenwahl auf die (Höhen-) Reichweite deines Bikes, denn das Fahren ohne Unterstützung ist bei E-MTBs durch das größere Gewicht deutlich mühsamer.
  • Versuche, die Schwierigkeiten der geplanten Abfahrten richtig einzuschätzen. Sind sie für EMTBs geeignet und entsprechen sie dem eigenen Fahrkönnen?
  • Welche Temperaturen erwarten mich auf der Tour? Akkus mögen keine Kälte. Bei Temperaturen ab 10° C verringert sich die Leistungsfähigkeit des Akkus. Auch Displays reagieren bei Kälte langsamer. Ein Ersatz-Akku verhindert böse Überraschungen.

Navigationsgeräte erleichtern die Orientierung beim Biken. Wichtig: angesichts einer Vielzahl von Möglichkeiten das eigene Gerät unbedingt vor der ersten größeren Tour ausprobieren.

Vor der Tour: Bike Check

  • Beleuchtung: Je nach Streckenlänge und Jahreszeit gehört das Licht mit ins Gepäck. Deshalb: unbedingt die Funktion der Beleuchtung vor der Tour prüfen.
  • Nur mit einem technisch einwandfreien Bike auf Tour gehen. Eine regelmäßige Wartung des E-MTB macht die Tour sicher und beugt Komplikationen vor.
  • Ein Bikecomputer oder ein GPS sind praktische Tools, die die Orientierung auf der Tour erleichtern. Wer diese nutzt, sollte sich vorab mit deren Handhabung und Funktion vertraut machen. Und: unbedingt die Akkulaufzeit vor größeren Touren auf den Feierabendrunden testen. Für längere Touren gehört eine kleine Powerbank mit in den Rucksack.
  • Dämpferabstimmung prüfen: Passt der Luftdruck von Federgabel und Dämpfer? Wer mit einem beladenen Rucksack auf eine Mehrtagestour aufbricht, muss sein Setup an das höhere Gewicht anpassen. In diesem Artikel erklären wir, wie man sein Grundsetup in vier einfachen Schritten findet.

Weil man auf größeren Touren meist mit umfangreicherem Equipment unterwegs ist, sollte dieses Mehrgewicht für das Setup des Bikes berücksichtigt werden. Deshalb: vorab die Einstellungen der Federwege checken.

Zusätzliche Tipps für Mehrtagestouren

  • Bevor man mit dem E-MTB eine Mehrtagestour plant, sollte man auf Tagestouren herausfinden, wie groß die Reichhöhe, also die Anzahl der Höhenmeter, ist, die man mit einer vollen Akku-Ladung fahren kann. Die Kapazität des Akkus definiert die Länge der Tagesetappen. So erfordert eine Tour mit dem R.X375 eine andere Planung als eine Tour mit dem R.X750.
  • Gibt es an den geplanten Unterkünften Ladestationen? Viele Hotels und andere Beherbergungsbetriebe haben sich mittlerweile auf E-Mountainbiker eingestellt, bei der Buchung sollte man sich direkt nach den Lade-Möglichkeiten erkundigen. Bei Übernachtungen auf Hütten ist dies nicht zwangsläufig gegeben bzw. das Laden von E-Bike-Akkus nicht gestattet. Dann muss ein zweiter Akku mit ins Gepäck.
  • Zusatzmaterial einpacken: Ersatz-Akku, Ladekabel, ggf. spezieller Akkuschlüssel.
  • Durch das höhere Gewicht des E-MTBs werden die Bremsen stärker beansprucht. Deshalb: ausreichend Bremsbeläge einpacken.

Die Akkukapazität beeinflusst die Reichweite erheblich. Auf Tagestouren lässt sich herausfinden, wie groß der individuelle Energiebedarf ist. So nähert man sich einer Reichweite oder Reichhöhe an, die man mit einer vollen Akku-Ladung fahren kann.

Auf Tour: Akku-Management, Selbsthilfe, Wettercheck

  • Die Wahl der richtigen Unterstützungsstufe hält den Stromverbrauch so gering wie möglich. Die höchste Unterstützungsstufe wird nur bei extrem steilen Auffahrten und schwierigen Uphill-Trails eingeschaltet. Der Akku hält im Eco-Modus fast drei Mal länger als im Turbo-Modus. Sobald es bergab geht, die Unterstützung komplett abschalten.
  • Eine hohe Trittfrequenz von 50 bis 80 Umdrehungen pro Minute steigert den Wirkungsgrad des Motors und sorgt für einen geringeren Stromverbrauch. Besonders beim Bergauffahren heißt das: Kleine Übersetzung wählen und mehr kurbeln.
  • Den Akku vor jeder Tour vollständig laden. Bei Zimmertemperatur dauert eine vollständige Ladung etwa drei bis 4,5 Stunden. In der Regel erreicht der Akku nach etwa der Hälfte der Zeit 50 Prozent seiner Ladekapazität.
  • Wenn auf der Tour Probleme mit der Elektronik auftreten (Display funktioniert nicht, Motor fällt aus) helfen diese 5 Tipps aus unserem Artikel zur Selbsthilfe auf E-MTB Tour.
  • Wie man die Wetterzeichen auf Tour richtig deutet, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Nach der Tour ist vor der Tour. Deshalb gehört die Bikepflege im Anschluss an jede Tour dazu. Tipps dafür haben wir in einem eigenen Artikel zusammengefasst.

Nach der Tour:

  • Wird der Akku längere Zeit nicht benutzt, empfiehlt sich eine Lagerung bei Zimmertemperatur mit einem Ladezustand von 50 Prozent. Alle zwei bis drei Monate sollte der Akku wieder aufgeladen werden.
  • Viele weitere Tipps wir man seinen Akku schonend behandelt und so eine lange Lebensdauer gewährleistet, haben wir in in diesem Beitrag zur Akkupflege zusammengefasst.
  • Nach der Tour empfiehlt sich ein Quick & Dirty Bike-Wash. Das kann man in nur 15 Minuten erledigen und sein Bike wieder fit für die nächste Ausfahrt machen. Wie man dabei vorgeht, erklärt Tech-Support-Experte Danny Herz in diesem Artikel zur Bikepflege.

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