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Sicher auf Tour: Diese Apps gehören auf jedes Smartphone

Das Smartphone ist auch bei Mountainbike-Touren ein extrem praktischer Begleiter. Es hilft via GPS bei der Orientierung, empfängt Live-Wetterdaten der Region, dient als Notrufassistent oder als Tool zur Bestimmung der Berggipfel. Egal ob bei einer Tour im Mittelgebirge oder im hochalpinen Gelände, diese Apps gehören auf das Smartphone jedes Mountainbikers.

Wetter-Apps

Wetter-Apps zählen bei Smartphone-Nutzern zu den beliebtesten Apps, und jeder von uns hat seine ganz persönlichen Favoriten. Zu den bekanntesten und bei Outdoor-Sportlern beliebtesten Wetter-Apps zählen die Angebote von Wetter-Online oder Bergfex.  Gerade für den Alpenraum gibt es zwei weitere Apps, die zur Tourenplanung und Wettereinschätzung in den Bergen sehr hilfreich und mit ihren Prognosen mitunter genauer sind:

Wetter-Apps (v.l.n.r.): Bergfex, Meteo Swiss, Meteo Blue

Meteo Blue – Detaillierte Prognosen

Die App Meteo Blue bietet aktuelle Wetterinformationen und Vorhersagen in einer Tagesübersicht und detaillierte Informationen für die nächsten sieben Tage mit stündlichen Werten. Außerdem vergleicht Meteo Blue die Vorhersagen zahlreicher Wettermodelle mit dem Multimodel-Meteogram und erstellt so eine recht genaue regionale Vorhersage.

Meteo Swiss – Für Touren in der Schweiz

Wer in der Schweiz unterwegs ist, lädt sich die App Meteo Swiss des Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie auf sein Smartphone. Neben Wetterprognosen und zoombaren Karten bietet sie auch Push-Meldungen zu allen Naturgefahren wie Unwetter, Hochwasser, Waldbrandgefahr und Lawinen. Diese lassen sich personalisiert nur für die relevanten Orte anpassen.

Notfall-Apps

Bergunfälle erfordern das schnelle Alarmieren des Rettungsdienstes. Denn je nach Schwere des Unfalls und Abgeschiedenheit der Unfallstelle, zählt im Ernstfall jede Minute. Von der Unfallleitstelle Tirol gibt es die Notfall App, die bei einem Unfall einen Notruf abschickt und den Standort direkt an die zuständige Leitstelle übermittelt. Befindet man sich in Tirol, wird mit dem Auslösen der Notfallmeldung außerdem eine direkte Sprachverbindung zur Unfallleitstelle aufgebaut. Auch außerhalb von Tirol wird eine Notfallmeldung abgesendet. Hierbei ruft die App automatisch die Nummer des Euro-Notrufs (112). Standortdaten werden dabei aber nicht übermittelt.

Das Pendant für die Schweiz ist die App der Schweizer Rettungsflugwacht Rega. Auch diese App alarmiert mit einem Klick die Rega-Einsatzzentrale und übermittelt die Standortdaten.

Die europäische Notfall-App 112 Where ARE U arbeitet überregional und setzt bei Aktivierung einen Notruf mit den Standortdaten ab. Die App funktioniert auch im nicht-europäischen Ausland und wählt beim Auslandsaufenthalt die entsprechende Notrufnummer des Landes (z.B. 911 bei Reisen in die USA).

Notfall-Apps (v.l.n.r.): Notfall App Tirol, Rega Schweiz, 122 Where ARE U

Berggipfel bestimmen

Diese App ist kein Muss für eine sichere Bike-Tour, aber eine praktische Orientierungshilfe für alle, die sich am Bergpanorama erfreuen. Der PeakFinder AR erkennt mehr als 650.000 Gipfel und funktioniert auch offline. Mithilfe der Smartphone-Kamera erstellt er vom Standort ein 360°-Panorama und benennt alle Berge im Sichtfeld. Für Bergfexe, die ihre Begleiter gerne mit fachkundigem Know-how beeindrucken wollen, ist diese App ein Traum. Im Gegensatz zu allen anderen hier vorgestellten Apps ist der PeakFinder AR aber nicht kostenlos, sondern kostet derzeit knapp fünf Euro. 

Alle Gipfel stets im Bilick: PeakFinder AR

Tourenplanung

Dem Thema Tourenplanung haben wir bereits einen eigenen Artikel im Newsblog gewidmet. Dort finden sich auch Links zu den großen Online-Portalen, mit deren Apps sich die eigene Mountainbike-Tour nach den unterschiedlichsten Kriterien planen lässt.

Tipp

So hilfreich die verschiedenen Apps auch sind, bei längerem Einsatz oder kühlen Temperaturen kann sich der Handyakku schnell entladen. Deshalb gehört ein Ersatzakku oder eine volle Powerbank bei jeder Biketour in den Rucksack. Der größte Stromfresser ist die GPS-Funktion. Wer sein Handy auf der Tour nicht als Navigationsgerät nutzt, sollte diese Funktion immer ausschalten und zudem den Energiesparmodus aktivieren.

Achtung: Selbst im Flugmodus verbraucht der aktivierte GPS-Empfang im Hintergrund übermäßig Strom.

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