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ROTWILD Know-How: Qualitätssicherung in der Produktion von Mountainbikes

Vielen Mountainbikern ist gar nicht bewusst, wie komplex und aufwändig die Produktion von Carbonrahmen und hochwertigen Bikes ist. Vom Laminieren der ersten Carbonfasern bis zum fertigen Rahmen vergehen über 60 Stunden. Die einzelnen Arbeitsschritte werden von etwa 35 unterschiedlichen Spezialisten durchgeführt. Um in diesem komplexen Fertigungsprozess Fehler auszuschließen, ist eine permanente Qualitätskontrolle notwendig.

Kontrolle der Rohmaterialien

Bevor mit der Fertigung begonnen wird, werden die Rohmaterialien kontrolliert und so mögliche Produktionsmängel wie fehlerhaftes Material oder unsaubere Ausrichtung der Carbonlagen, ausgeschlossen. Denn nur einwandfreie Materialien sind die Voraussetzung für eine hohe Qualität des fertigen Produkts.

Bevor die einzelnen Carbon Prepregs mit dem Laser exakt zugeschnitten werden, erfolgt der Grobzuschnitt und eine intensive Sichtkontrolle.

Qualitätssicherung im Rahmenbau

Die Serienproduktion aller ROTWILD Carbonrahmen ist eine Standard Operating Procedure (SOP) und wird für jeden einzelnen Prozessschritt definiert. Diese umfasst die Kontrolle sämtlicher Werkstücke, Hilfsmittel, Betriebsstoffe und Arbeitsanweisungen. Die einzelnen Qualitätsprüfungen lassen sich in vier Schritte unterteilen:

1. Wareneingangskontrolle

Zunächst werden alle Rohstoffe, die vorgefertigten Rohmaterialien und alle Einzel- und Anbauteile kontrolliert.

2. Qualitätskontrollen zwischen den einzelnen Abteilungen

Die Fertigung erfolgt in vier Schritten: Verarbeitung der Rohteile, CNC-Bearbeitung, Oberflächenbearbeitung und Lackierung.

In allen Phasen und nach jedem Arbeitsschritt wird überprüft, ob die Arbeiten in der vorgeschriebenen Qualität durchgeführt wurden.

Auch der Check der CNC Teile ist für die spätere Funktion des Fahrwerks essentiell.

3. Durchleuchtung per Röntgengerät

Die Durchleuchtung des Rahmens per Röntgengerät ermöglicht einen Blick ins Innere des Rahmens. So können die Verbundstruktur kontrolliert und mögliche fehlerhafte Stellen erkannt werden.

Einblick in das Innere des Carbonrahmens ermöglicht das Röntgengerät, das Segment für Segment des Rahmens auf mögliche Fehlerquellen hin durchleuchtet und den Spezialisten Auskunft über die Verarbeitung gibt.

4. Abschließende Inspektion per Prüfprotokoll

Bei der abschließenden Qualitätskontrolle werden einzelne Rahmen stichprobenartig inspiziert. Die Inspektion erfolgt nach den Vorgaben des ROTWILD Prüfprotokolls im Vier-Augen-Prinzip. Besonders wichtige Rahmeneigenschaften werden im Protokoll dokumentiert.

Nicht nur in der Prototypenphase, sondern auch in der Serienfertigung gehören wiederholte Prüfungen zur Qualitätssicherung dazu.

Den gesamten Prozess der Qualitätssicherung bei der Fertigung unserer Carbonrahmen, haben wir auf unseren Engineering-Seiten in diesem Artikel ausführlicher beschrieben.

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