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Rotwild Insights: Logistik-Leiter Ralf Seidler

Ralf Seidler leitet seit August 2017 die gesamte Logistik im ROTWILD Headquarter in Dieburg. In diesem Interview erklärt der 29-jährige, warum in seinem Job kein Tag wie der andere ist und wieso er als Logistiker in der Bike-Branche auch hin und wieder mit Gefahrgut zu tun hat.

Du bist gelernter Koch. Wie kam es, dass du nun in der Bike-Branche tätig bist?

Meine Frau wurde schwanger und ich wollte gerne für sie und später auch für unseren Sohn da sein. Da ist ein Job mit geregelten Arbeitszeiten außerhalb des Schichtsystems, das in der Gastronomie üblich ist, natürlich viel besser. Bevor ich zu ROTWILD kam, habe ich schon zwei Jahre beim Bikehersteller Riese & Müller gearbeitet. Ein guter Freund machte mich dann auf die offene Stelle im Lager von ROTWILD aufmerksam. Das hörte sich interessant an, und ich habe einfach mal mein Glück versucht.

Offensichtlich mit Erfolg! Wie groß ist denn das Logistik-Team bei ROTWILD, und mit wem arbeitest du eng zusammen?

In der Logistik sind wir zu zweit. Wir arbeiten zum einen mit dem Einkauf und der Produktion und zum anderen mit den Kollegen aus dem Vertrieb und dem Service sehr eng zusammen.

Wie kann man sich einen „ganz normalen“ Arbeitstag in deiner Position vorstellen?

Bei uns in der Logistik gibt es fast keinen „normalen Tag“, denn es geht immer heiß her. Natürlich gibt es ein paar Standardaufgaben. So kümmern wir uns um die ankommende Ware, die auf Vollständigkeit und eventuelle Mängel kontrolliert werden muss. Außerdem verpacken wir die Räder und melden sie bei unserer Spedition an. Die Lieferscheine der Shop-Bestellungen kommen auch zu uns, damit wir die Sachen kommissionieren und verschicken können.

Zu meinen Aufgaben gehört im Speziellen das ganze Administrative, wie zum Beispiel der Preisvergleich unserer Versanddienstleister. In meinem Job muss man bei Problemen möglichst schnell reagieren und rasche Lösungen finden, damit der Kunde seine Ware zügig erhält.

Das kleine Logistik Team arbeitet eng mit dem Vertrieb zusammen.

Wie viele verschiedene Artikel müsst ihr in der Logistik verwalten?

Vom Komplettrad bis hin zum O-Ring und natürlich unsere gesamte Palette an Merchandise-Artikeln. Wenn man alles im Lager berücksichtigt, von der Schraube über die Textilien bis hin zu eingelagerten Kompletträdern, sind es rund 100.000 Artikel. Da kommt schon einiges zusammen.

Wenn man alles im Lager berücksichtigt, sind es rund 100.000 verschiedene Artikel.

Was war die bisher größte Herausforderung in deinem Job?

Das war ganz sicher der Versand unseres IPUR-Nachrüstkits, denn bis dato gab es nichts Vergleichbares auf dem Markt. Durch die Akkus war das Ganze als Gefahrgut einzustufen. Da ist der Versand immer besonders heikel und kompliziert, denn es gibt strenge gesetzliche Regelungen, wie diese verpackt und verschickt werden müssen. Da der kleinste Fehler hier zum Brand führen kann, musste ich mich erst einmal intensiv in die Thematik einarbeiten. Nach einer Weile hatte ich dann einen guten Überblick, welche Regelungen zu beachten sind und was ich alles zu berücksichtigen habe. Schlussendlich fand ich nach einigen Versuchen einen guten Weg, alles sicher zu verpacken und vorschriftsmäßig zu verschicken.

Der Versand der IPU.660.R-Nachrüstkits stellte Seidler und die Logistik vor nie dagewesene Herausforderungen.

Welche Qualifikationen sollte man als Logistik-Mitarbeiter bei ROTWILD mitbringen?

Starke Nerven, Spaß an der Arbeit, und man sollte nicht auf den Mund gefallen sein.

 

Was ist das Reizvolle an deinem Job?

Wir wissen morgens nicht genau, was uns erwartet, wie viele Räder heute tatsächlich rausgehen oder welche Aufgaben sonst noch auf uns zukommen. Diese Abwechslung und Flexibilität gefällt mir. Außerdem arbeiten wir mit solch tollen Rädern und Bike-Komponenten, da macht die Arbeit einfach Spaß!

 

Hast du Tipps für jemanden, der auch gerne in der Bike-Branche arbeiten will?

Wer in der Branche arbeiten will, sollte sich einfach mit seinem Wunschjob auseinandersetzen. Ich denke, kein Weg ist zu schwierig, und wenn man mit Spaß und Motivation an die Sache herangeht, ergibt sich der Rest oft von alleine.

Das Tagesgeschäft wird ganz klar vom getakteten Fahrradversand bestimmt.

Zu deinen Bike-Vorlieben: Downhill oder Uphill?

Uphill! Ich bin gerne in der Natur und genieße die Aussichten, die sich beim Biken bieten.

 

Fully oder Hardtail?

Ich mag beides und habe keine speziellen Vorlieben. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

 

E-Bike oder konventionell?

E-Bikes haben ganz klar ihren Reiz. Ich bin aber glücklicher, wenn ich sagen kann, dass ich den Berg ohne Hilfe bezwungen habe.

Ralf Seidlers Lieblingsbike aus dem ROTWILD Line Up ist ganz klar das R.X2 Ultra.

Welches ist dein Lieblingsbike aus der ROTWILD-Palette?

Ganz klar das R.X2 Ultra.

 

Warum?

Allein die Optik spricht für sich, und die verbauten Komponenten reizen mich.

 

Wie viele Kilometer sitzt du pro Jahr im Sattel?

Pro Jahr komme ich etwa auf 1.600 Bike-Kilometer.

 

Hast du ein Lieblingsrevier zum Biken?

Ich hatte leider bisher nie so richtig Zeit, eine Lieblingsstrecke in meiner Wohngegend zu finden. Aber da bin ich jetzt dran und fahre regelmäßig die verschiedenen Strecken bei mir zu Hause ab.

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