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Rotwild Insights: Jonathan Zimmermann – Digital CRM & E-Commerce Manager

Seit 2016 gehört Jonathan Zimmermann zum Marketing-Team von ROTWILD. Seine Aufgaben sind dabei so vielseitig und abwechslungsreich wie ein guter Downhill-Trail. In diesem Interview verrät der 32-jährige, wie er zwischen Facebook-Postings, Werksbesichtigungen und Händlermailings nicht den Überblick verliert und welche weiteren Anforderungen der Job mit sich bringt.

Wie bist du zu ROTWILD gekommen?

Bereits in der Schulzeit habe ich mir meine Downhill-Bikes und -Rennen mit dem Programmieren von Websites finanziert. Während des Studiums habe ich dann auch für kanadische und amerikanische Firmen aus der Bike-Industrie gearbeitet und viele Freundschaften geschlossen. Dort konnte ich meine Programmierfähigkeiten mit meinem Marketingwissen kombinieren, was eine spannende Zeit war. Als ich dann gesehen habe, dass ein deutsches Unternehmen Verstärkung sucht, habe ich die Chance ergriffen. Mein Netzwerk von damals ist mir dabei auch heute noch eine große Hilfe.

Wie kann man sich deinen beruflichen Alltag im Digital Marketing von ROTWILD vorstellen?

Einen alltäglichen Ablauf gibt es gar nicht so oft, wie man das vielleicht erwarten würde. Das bringt eine gewisse Spannung und Abwechslung mit sich, die ich sehr mag. Oft muss man schnell auf gewisse Problemstellungen reagieren und Lösungen finden – dabei hilft es des Öfteren auch mal, um die Ecke zu denken.

Grundsätzlich kümmere ich mich bei ROTWILD um alle digitalen Kommunikations- sowie Absatzkanäle und natürlich auch um das Schlagwort Digitalisierung. Durch meine Position und Aufgaben stehe ich oft mit einem Fuß im Vertrieb und mit dem anderen im Marketing – die Grenzen sind dabei sehr fließend.

Hinsichtlich Marketing kümmere ich mich mit meinem Kollegen Ole Wittrock vor allem um die Betreuung der ROTWILD-Website, der Kunden- und Händlerkommunikation sowie natürlich die Social-Media-Kanäle und deren Monitoring. Aber auch die Organisation von Events im Haus, wie zum Beispiel die Werksbesichtigungen, oder die Planung und Durchführung unserer Teilnahme an Festivals sind ein spannender Bestandteil des Jobs. Hier lernt man viele neue Orte kennen und hat direkten, ungefilterten Kundenkontakt. Dies dient immer als wichtiger Anker, wenn wir im Alltag über Kampagnen und Maßnahmen diskutieren, die unsere Kundinnen und Kunden optimal erreichen sollen.

Jonathan Zimmermann im ROTWILD Lager in Dieburg.

Ein persönliches Highlight in diesem Jahr war auf jeden Fall die Mitarbeit an unserer Action-Fotoproduktion in den italienischen Alpen. Wir hatten uns dazu entschieden, bei den Fotofahrern auf ROTWILD-Mitarbeiter und Teamfahrer zu setzen, da wir alle hier natürlich begeisterte Biker sind. Ein tolles Detail, wie ich finde – wenn man sich jetzt also die Bilder auf unserer Website oder in den Katalogen ansieht, dann zeigen die Bilder nicht nur unsere Räder, sondern auch uns Mitarbeiter und somit zu 100 Prozent ROTWILD.

Natürlich geht es bei den oft sehr komplexen Aufgabenstellungen heutzutage auch nicht mehr ganz ohne externe Hilfe. Bei den vielfältigen Herausforderungen rund um die digitalen Themen ist die Zusammenarbeit mit externen Agenturen von großer Bedeutung. Die Betreuung und Steuerung dieser Agenturen steht auch als immer wiederkehrender Punkt auf meiner To-Do-Liste. Hier ist es zum einen extrem wichtig, verschiedene Projekte auf Kurs zu halten, um den Überblick zu behalten. Zum anderen ist es wichtig, die Bedürfnisse oder Probleme unserer Kunden und Mitarbeiter mit digitalen Themen zu verstehen. Nur so können dann lösbare Aufgabenstellungen an die Agenturen formuliert werden.

Das hört sich in der Tat nach jeder Menge Abwechslung an. Bist du denn jeden Tag im Head Office in Dieburg?

Ich arbeite sowohl im Home Office als auch direkt am Standort in Dieburg. Diese Freiheit, die mir ADP Engineering damit ermöglicht, finde ich fantastisch. Ich genieße jeden Tag im Büro vor Ort, wohlwissend, dass man im Großraumbüro eventuell nicht ganz so effektiv vorankommt wie zu Hause, wo die Umgebung viel ruhiger und fokussierter ist. Stehen wichtige Aufgaben an, bei denen ich mich stark konzentrieren muss, dann kommt es auch mal vor, dass ich eine ganze Woche nicht ins Büro nach Dieburg komme. Dabei ist es aber unerlässlich, den Kontakt mit den Kollegen aufrecht zu halten, um weiterhin den Bezug zum Großen und Ganzen zu behalten.

ROTWILD auf Instagram @ROTWILDBIKES

Welche Vertriebsaufgaben fallen denn in deinen Bereich?

In Richtung Vertrieb unterstütze ich die Kollegen zunächst einmal in der Kommunikation mit unserem Händlernetzwerk. Dies betrifft vor allem die regelmäßigen Informationsmails, die ich erstelle und in Umlauf bringe. Hauptaufgabe ist hier aber ganz klar die Pflege und Betreuung des ROTWILD Online-Shops. Hier geht es beispielsweise um das Bestücken des Systems mit Produktinformationen, Bildern, Beschreibungen oder Preisen. Sind die entsprechenden Daten für den Shop einmal erstellt, so verantworte ich auch die kontinuierliche Weitergabe der Stammdaten an unsere Geschäftspartner und deren angeschlossene Systeme.

Meine Programmierfähigkeiten kommen hier immer wieder praktisch zum Einsatz. Um spezielle Problemstellungen zu lösen, ist es sehr hilfreich, sich das ein oder andere Programm bzw. Skript zu schreiben, das einem diese Arbeit abnimmt und eventuell auch zukünftig Abläufe beschleunigt. Eines dieser aktuellen Projekte ist beispielsweise eine Web-App, die unsere Händler zukünftig benutzen können, um schnell und unkompliziert Vertriebsinformationen zu bekommen, für die sonst E-Mails geschrieben oder Telefonate geführt werden müssten.

Jonathans Job ist so vielseitig und abwechslungsreich wie ein guter Downhill-Trail.

Wie groß ist das Team im Marketing bei ROTWILD, und mit welchen Kollegen arbeitest du eng zusammen?

Im Marketing bei ROTWILD sind wir zu dritt. Zusammen mit Maud von Hoff und Ole Wittrock arbeiten wir an der Wahrnehmung der Marke ROTWILD. Auch mit Frederik Lankeit aus der Produktionsplanung arbeite ich hinsichtlich der Produktdaten eng zusammen.

Was ist die größte Herausforderung in deinem Job?

Oft kommen mehrere, komplexe und neue Aufgaben auf einmal auf einen zu. Natürlich nicht so, wie es einem gerade passt, und meist dann, wenn man ohnehin schon viel zu tun hat.

Praktisch, wenn man am Arbeitsplatz auch gleich an seinem Bike schrauben kann.

Und wie gelingt es dir, in solchen Situationen deinen Job zu machen?

Ich versuche dann, diese Aufgaben zunächst zu priorisieren: Ist es ein akutes Problem, bei dem eventuell sogar ein Kunde betroffen ist? Dann muss es sofort gelöst werden. Steht eine Prioritätenliste, teile ich die Aufgaben in kleinere, überschaubare Pakete auf und arbeite sie nach der gesetzten Reihenfolge ab. Hierzu benutze ich vor allem digitale Tools wie Trello, Wunderlist oder mal einen einfachen Code-Editor. Von den Kollegen muss ich mir dann für meinen (vermeintlich) leeren Schreibtisch schon mal den einen oder anderen Spruch anhören.

Welche Qualifikationen sollte man für deinen Job bei ROTWILD mitbringen?

Ich finde, dass es unabhängig von der jeweiligen Tätigkeit in der Bike-Branche absolut wichtig ist, ein gutes Verständnis und eine große Leidenschaft für das Thema Fahrrad in all seinen Facetten mitzubringen. Das hilft sehr oft, um sich in die Kunden hinein zu versetzen, sei es bei der Problemlösung oder beim Entwickeln neuer Produkte und Dienstleistungen. Darüber hinaus sollte man für meinen Job bei ROTWILD definitiv ein gutes Organisationstalent mitbringen. Wenn das Verständnis vorliegt, wie digitale Themen funktionieren und wie diese sich stetig wandeln, ist das ein riesiges Plus.

Home sweet Home - Jonathan auf der Feierabendrunde.

Welche Tipps kannst du jemandem geben, der auch gerne in der Bike-Branche arbeiten will?

Wenn man das Hobby zum Beruf macht, sollte man sich im Klaren sein, dass es auch mal Momente gibt, die keinen Spaß machen. Manchmal geht die Arbeit vor, und man sitzt entgegen eigener Erwartungen nicht jeden Tag auf dem Rad. Dann heißt es, nicht die Motivation zu verlieren. Dafür genießt man in den meisten Fällen auch mehr Freiheiten und kann einen wesentlich abwechslungsreicheren Alltag haben als in anderen Berufen und Branchen. Außerdem schadet es niemals, sich ein gutes Netzwerk an Kontakten und Freundschaften aufzubauen. Die Fahrradindustrie ist vergleichsweise klein, und Wege kreuzen sich im Laufe der Zeit gleich mehrmals. So sind mittlerweile viele meiner Freunde irgendwo in der Industrie untergekommen, was wirklich toll ist.

Zu deinen persönlichen Bike-Vorlieben: Downhill oder Uphill?

Ganz klar muss es für mich lieber runter als rauf gehen. Ich bin früher viel Downhill- und später Enduro-Rennen gefahren, das werde ich also wohl nie mehr ganz ablegen können. Aber dass es vorher bergauf gehen muss, ist kein Problem, sondern Teil einer ordentlichen Tour. Wir sind oft in einer größeren Gruppe unterwegs, da werden die Uphills immer für Small- und Techtalk oder auch mal für längere Unterhaltungen genutzt.

Nach dem Tag im Office geht's mit den ROTWILD Kollegen und den neuen Bikes so oft wie möglich auf die Hometrails.

Fully oder Hardtail?

Ich sehe die Vorteile auf jeden Fall beim Fully. Ich nehme gerne das Mehrgewicht eines Dämpfers und der Lager in Kauf, wenn das Fahrwerk dadurch ungleich mehr Potential hat.

E-Bike oder konventionell?

Ich werde wohl sicherlich noch viele Jahre lang ein konventioneller Mountainbiker bleiben. Dennoch sehe ich den Nutzen und vor allem auch den Spaß, der durch E-MTBs ermöglicht wird. Es würde mich aber nicht wundern, wenn ich mittelfristig beide Arten von Bikes in der Garage stehen hätte. Für mich darf es dann aber ruhig ein E-MTB mit kleinerem Akku sein – die aktuellen ROTWILD Core-Modelle mit klassischer IPU reichen mir vollkommen aus.

Dein Lieblingsbike aus der ROTWILD-Palette?

Allein schon weil ich selbst eins fahre und begeistert bin, muss ich hier das R.E1 Ultra nennen.

Jonathans erste Wahl aus der ROTWILD Palette ist das E.1 Ultra.

Warum?

Für mich ist das ein super Enduro-Bike mit viel Reserven und tollen Details. Mit ihm lassen sich problemlos endlos Höhenmeter machen, und bergab ist es ohnehin über jeden Zweifel erhaben.

Auch bei den E-MTBs würde ich wahrscheinlich zum Enduro, dem R.E+ E-MTB, greifen. Die Kombination aus viel Federweg und der Kinematik des R.E1 ist ein absoluter Gewinn. Hinzu kommt hier die Möglichkeit, auch technische Anstiege zu meistern oder die Hometrails einfach viel öfter hintereinander anzugehen.

Wie viele Kilometer sitzt du pro Jahr im Sattel?

In diesem Jahr waren es bisher rund 1.400 Kilometer und 39.000 Höhenmeter auf meinem R.E1 Ultra. Letztes Jahr waren es ca. 1.700 Kilometer. Hinzu kommen dann noch diverse Touren auf dem Rennrad oder dem E-Bike – diese zähle ich hier aber nicht mit dazu.

Hast du ein Lieblingsrevier zum Biken?

Ganz klar der Taunus rund um den Großen Feldberg! Es ist jedes Wochenende wieder beeindruckend, wie vielfältig die Landschaft, der Wald und die Trails sind. Von steinig und verblockt bis flowig und schnell ist hier für jeden etwas dabei – langweilig wird das nie. Auch sehr beliebt sind die Touren nach Feierabend mit den Kollegen rund um die Burg Frankenstein bei Darmstadt. Auf engstem Raum ziehen sich dort zig Trails den Berg herunter, sodass man noch vor der Dunkelheit zahlreiche Abfahrten machen kann. Müsste ich mal umziehen und dürfte mir den Wohnort anhand der Trails aussuchen, dann würde ich mir wahrscheinlich die französischen Alpen rund um den Mont Blanc aussuchen.

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