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ROTWILD Insight: Markus Herr – Vertrieb Innendienst

Markus Herr ist seit dem Jahr 2008 fester Bestandteil des Innendienst-Teams von ROTWILD. Der diplomierte Ingenieur der Elektrotechnik ist mit seiner über 20-jährigen Berufserfahrung in der Bikebranche einer der erfahrensten Mitarbeiter. Im Interview gibt er nicht nur Einblicke in die Arbeitsabläufe im Innendienst, sondern verrät uns auch, warum Radfahren für ihn viel mehr als Up- und Downhill ist.

Wie bist du zu ROTWILD gekommen?

In der Bike-Branche bin ich seit Mitte der 1990er Jahre. Über einen früheren Kollegen aus meiner Zeit bei einem anderen Hersteller, der mittlerweile bei ROTWILD im Außendienst war, bin ich auf die Idee gekommen mich zu bewerben. Bis dann aber tatsächlich eine passende Stelle zu besetzen war, hat es dann aber noch etwas gedauert.

Seit über 12 Jahren im ROTWILD Team und fester Bestandteil des Vertriebsteams: der leidenschaftliche Biker Markus Herr.

Wie viele Kollegen hast du im Innendienst und wie sind die Aufgaben dort verteilt?

Wir sind derzeit im Innendienst drei Personen. Jeder kann grundsätzlich alle anfallenden Aufgaben bearbeiten. Bei Vollbesetzung teilen wir uns die Arbeit auf: Beantworten allgemeine E-Mail-Anfragen, kümmern uns um den Onlineshop, übernehmen den Telefondienst, bearbeiten Aufträge und Pflegen die Stammdaten unserer Kunden. Das sind so in etwa unsere wesentlichen Arbeitsbereiche.

Wie sieht dein beruflicher Alltag im Innendienst aus?

In meiner täglichen Arbeit geht es hauptsächlich um die gesamte Auftragsabwicklung unserer Fachhändler, also Auftragserfassung, Lieferterminermittlung und -anpassung, Rückstandsbearbeitung und Rechnungserstellung. Dabei bin ich in ständigem Austausch mit unserer Produktion und Logistik.

Der intensive Austausch mit der Logistik ist auch für den Innendienst ein wichtiger Teil im Tagesablauf, damit die Bikes schnellstmöglich beim Kunden sind.

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf eure Abläufe bei ROTWILD aus. Inwiefern hat sich damit dein Arbeitsalltag verändert?

Derzeit ist intensiver Kontakt und viel Abstimmung mit unseren Fachhändlern noch wichtiger als sonst. Wir gehen so gut wie möglich auf die individuellen Bedürfnisse unserer Händler ein. Hier haben sich jetzt Öffnungs- und Anlieferzeiten geändert und auch unsere Liefertermine müssen entsprechend angepasst werden. Wir können derzeit im Großen und Ganzen wie geplant liefern.

Somit möchten wir sicherstellen, dass Endkunden, trotz der erschwerten Situation, so schnell wie möglich auf ihren bestellten ROTWILD Bikes fahren können.

Wer hat wann geöffnet und wo kann überhaupt noch geliefert werden? Die aktuelle Corona-Situation erfordert hohen Aufwand, um die individuellen Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen.

Was sind die größten Herausforderungen in deinem Job und wie meisterst du diese?

Der steigenden Nachfrage nach unseren ROTWILD-Produkten gerecht zu werden, ist eine komplexe Aufgabe. Dabei ist die meistgestellte Frage, sowohl von Endkunden als auch von Händlern: Wann bekomme ich mein bestelltes Rad oder die bestellten Räder?

Um diese Anfragen zu managen, haben wir inzwischen sehr gute Tools mit denen wir die Händlerbestellungen mit unserer Saisonplanung abgleichen. So können wir vergleichsweise verlässliche Liefertermine nennen. Diese sind aber nicht statisch. Wir müssen dabei permanent auf Faktoren wie Lieferschwierigkeiten seitens Lieferanten, Produktionsengpässe oder die aktuell Corona-Situation reagieren und die Kunden entsprechend informieren. Das erfordert viel konzentrierte Fleißarbeit. Da wir hier bei ROTWILD im Großraumbüro arbeiten sieht man mich in solchen Phasen häufig mit meinen Noise-Canceling Kopfhörern, mit denen ich mich prima vom Tagesgeschäftstrubel abschotten kann.

Welche Qualifikationen sollte man als Mitarbeiter im Innendienst bei ROTWILD mitbringen?

Das Anforderungsprofil hat sich in meiner Zeit bei ROTWILD schon etwas gewandelt. In meinen Anfangszeiten in der Bikebranche hat es fast gereicht, Begeisterung und Verständnis für das Produkt mitzubringen und eine E-Mail schreiben zu können. Inzwischen ist ein Warenwirtschaftssystem das alltägliche Werkzeug, ohne dass in den Abläufen vom Auftragseingang bis zum Versand im Grunde kaum etwas funktioniert. Die gesamten Prozesse haben sich professionalisiert.

Es ist daher von Vorteil konzentriert, belastbar, kundenorientiert, multilingual, teamfähig, strukturiert, sorgfältig, prozessorientiert und EDV-affin zu sein. Ich bin ganz ehrlich: In einigen dieser Punkte gibt es auch bei mir noch ordentlich Luft nach oben.

Über die Jahre hat sich bei den ROTWILD Bikes viel geändert, auch kleinere Teile wie die austauschbaren Ausfallenden. Markus Herr hat hier den Überblick über die Ersatzteile für unterschiedliche Modelle.

Hast du Tipps für jemanden, der gerne in der Bikebranche arbeiten will?

Ich kann nur jedem empfehlen, sich mit den Leuten zu unterhalten, die einen entsprechenden Job bei einer Bikemarke haben. Auch ein Praktikum ist sicher eine gute Idee, um den Arbeitsalltag kennenzulernen. Man sollte sich jedenfalls nicht der Illusion hingeben, dass ein Job in der Bikebranche bedeutet, viel Zeit mit den Kollegen auf feinsten Bikes und genialen Trails zu verbringen. Das ist eher die Ausnahme, aber dann natürlich umso schöner. Bürotage sind teilweise lang, aber ich für meinen Teil schätze es sehr mit tollen Kollegen im Team zu arbeiten, mit Kunden zu tun zu haben die man gefühlt schon ein halbes Leben kennt und Bikes zu verkaufen, die mich selbst begeistern.

Zu deinen persönlichen Bikevorlieben: Downhill oder Uphill?

Ich würde mich eher in eine größere Schublade stecken: Es geht mir beim Radfahren immer in erster Linie um das Entdecken und Erleben und da richte ich mich gerne nach den örtlichen Gegebenheiten. Im Moment fahre ich hauptsächlich landschafts- und streckenlastige Touren auf der Suche nach schönen Ecken. Das Beste am Radfahren: Ich komme mit dem Bike überall hin!

Fully oder Hardtail?

Beim Mountainbike unbedingt Fully. Für die landschafts- und streckenlastigeren Touren von der Haustür weg auf Asphalt und Schotter habe ich noch was ganz und gar Ungefedertes im Fuhrpark.

E-Bike oder konventionell?

Beides. Ehrlich.

Im privaten Fuhrpark stehen u.a. ein R.E+ sowie ein R.X1. Ob mit oder ohne Motorunterstützung - für Markus geht es beim Mountainbiken vornehmlich um das Draußen sein und das Entdecken neuer Trails.

Dein Lieblingsbike aus der ROTWILD Kollektion?

Früher hatte ich feinste Endurotrails direkt vor der Haustür und bin fast nur mein R.X1 gefahren. Inzwischen muss ich zu den ersten lohnenden Trails gut eine Stunde Anfahrt hinter mich bringen. Da fahre ich dann lieber mein R.E+ um schneller dort zu sein, beim Uphill Körner zu sparen und ein paar Trails mehr mitzunehmen.

Wie viele Kilometer sitzt du pro Jahr im Sattel?

Etwa 4.000 km, je nach Sonnenstunden.

Hast du ein Lieblingsrevier zum Biken?

Zum Trailfahren bin ich ein großer Fan von Finale Ligure. Da passen auch Landschaft, Infrastruktur, das Klima und die Verpflegung.

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