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ROTWILD Ingenieurin Katja Hensler über das neue R.C750 Hardtail

Katja Hensler arbeitet seit Juli 2018 als Konstruktions- und Entwicklungsingenieurin für E-MTBs im ROTWILD Engineering-Team. Auch an der Entwicklung des neuen Cross Mountain Hardtails R.C750 hat sie intensiv mitgearbeitet. Im Interview erläutert sie, mit welchen konstruktiven Veränderungen das neue Hardtail zu einem wahren Alleskönner der Cross-Mountain-Bikes wurde.

Seit Sommer ist Katja fester Bestandteil des ROTWILD Engineering Teams und in viele Konstruktionsprojekte intensiv eingebunden.

Welche Zielgruppe habt ihr mit dem R.C750 Hardtail im Auge?

Wer ein sportliches, puristisches Bike fürs Gelände sucht, mit dem er auch weite Strecken zurücklegen kann, ist mit dem R.C750 Hardtail bestens bedient. Es ist ein leichtes, wendiges und ausdauerndes E-MTB mit großem Touren-Potenzial. Zu seinem Einsatzbereich gehören aber auch unbefestigter Untergrund und raue Trails der Kategorien S1/S2, sodass größere Wurzeln und Steine kein Problem sind.

In der Konstruktionsphase wird auf jedes Detail geachtet, so wie hier auf die genaue Form und Positionierung der Ladebuchse für die spätere problemlose Bedienbarkeit.

Ihr kategorisiert das Bike als Cross-Mountain Bike und verwendet nicht mehr den Begriff Cross Country. Warum?

Cross-Country Bikes werden sehr oft mit dem Race-Ansatz in Verbindung gebracht, "Cross Mountain" unterstreicht hingegen die auf Trails und Fahrspaß orientierte Ausrichtung der neuen Bikes viel deutlicher. Diese Bikes stellen die Verbindung zwischen gemäßigterem Untergrund wie Schotterwegen und Waldwegen und anspruchsvollerem Gelände wie Trails mit technischen Passagen her. Damit sind Cross-Mountain Bikes die Alleskönner. Ob auf dem Hometrail oder abseits bekannter Pfade, der Fahrspaß steht bei den Cross-Mountain Modellen stets im Vordergrund

Das R.C750 Hardtail ist ein Alleskönner, auf Wald- und Schotterwegen genauso wie im anspruchsvolleren Trails. Auch das R.C750 HT besitzt ein tief gezogenes Oberrohr für maximale Bewegungsfreiheit.

Ergaben sich damit bei der Neuentwicklung des Bikes auch neue Anforderungen?

Für uns lag der Fokus bei der Entwicklung auf einer ausgewogenen, tourentauglichen Gesamtabstimmung mit einem besonderen Augenmerk auf solidem Fahrverhalten und Stabilität im Gelände. Aber auch der Bedienfreundlichkeit, wie zum Beispiel einer einfachen Akkuentnahme, wollten wir noch einen deutlichen Schritt nach vorne gehen. Was uns auch mit der neuen Rahmenkonstruktion richtig gut gelungen ist.

Im Voll-Carbon Rahmen sitzt der semi-integrierte Akku, der sich über einen Schnellverschluss leicht und einfach entnehmen bzw. einsetzen lässt. Die tiefe Schwerpunktpositionierung sorgt für zusätzliche Fahrstabilität.

Was sind die größten Unterschiede zum R.C+ Cross Country Hardtail aus dem Vorjahr?

Da es sich um eine komplette Neuentwicklung handelt, hat sich eine Menge geändert. Die wichtigsten konstruktiven Unterschiede sind wohl der neue Vollcarbonrahmen mit kürzerer Kettenstrebe und die neue Geometrie. Diese zeichnet sich aus durch einen flacheren Steuerrohrwinkel, größerem Reach und niedrigem Standover, das gesamte Bike wird so fahrstabiler. Ganz deutlich spürt man diesen Unterschied in der wesentlich besseren allgemeinen Geländetauglichkeit der neuen Cross-Mountain-Bikes.

Auch die verbesserte Ausstattung mit dem neuem Brose Drive S-Mag Motor, dem größeren Akku mit 750 Wattstunden und der innovativen Eightpins-Sattelstütze sind beim Mountainbiken unmittelbar spürbar. Zudem wurden alle Kabel innen verlegt und der Speedsensor optimal integriert.

Integration mit technischem Hintergrund: durch den Rahmen verlaufende Schaltzüge und Bremsleitungen ebenso wie die durch den Steuersatz geführten Verkabelungen. Dies sorgt für einen erhöhten Schutz und einen aufgeräumten Look.

Was sind für dich die Vorteile eines Hardtails im Vergleich mit einem Fully?

Der größte Vorteil von Hardtails ist für mich die bessere Kraftübertragung auf das Hinterrad. Außerdem sind Hardtails in der Regel insgesamt steifer, leichter und haben durch das fehlende Dämpferelement weniger Verschleißteile.

Wie grenzt sich das R.C750 vom Touringbike R.T750 ab?

Mit dem R.C750 HT kann ich problemlos raue Trails mit größeren Wurzeln und Steinen befahren und wenn nötig auch mal Stufen und flache Treppen hinunterrollen. Dabei sind auch Sprünge bis zu einer Höhe von 60 Zentimetern kein Problem. Das Bike ist in erster Linie für den Einsatz auf unbefestigtem Boden ausgelegt und zeichnet sich durch solides Fahrverhalten und Stabilität im Gelände aus.

Das R.T750 ist hingegen durch seine Geometrie viel mehr auf Komfort und stabile, neutrale Fahreigenschaften, auch mit Gepäck, ausgelegt. Es ist ein Rad für Asphalt, Wald-, Wiesen- und Schotterwege, das im moderaten Gelände auch kleine Sprünge von maximal 15 Zentimetern Höhe problemlos übersteht. Durch die Ausstattung TOUR mit Schutzblechen, Gepäckträger, Seitenständer und Beleuchtung ist es absolut alltagstauglich.

Cleveres Detail: die integrierte MonkeyLink Halterung ermöglicht den Anschluss eines Scheinwerfers, der direkt über den Akku betrieben werden kann. Damit ist auch ein sicherer Rückweg in der Dämmerung gesichert.

Welches ist dein Lieblingsbike aus der ROTWILD Kollektion?

Für meinen Einsatzbereich ist das R.C750 Hardtail aus der aktuellen Palette ein großartiges Bike. Ich lege den Weg bis zum nächsten Berg gerne gleich auf dem Rad zurück, was für das R.C750  kein Problem ist. Dank seiner sehr guten Fahreigenschaften und der starken IPU750 kann ich darauf auch längere Strecken auf Asphalt- und Forstwegen mühelos bewältigen. Am Berg bevorzuge ich Flowtrails und Waldwege, auf die das Bike optimal abgestimmt ist. Wage ich mich doch einmal auf verblocktere Routen, geben mir die 29er Laufräder und die 120 mm Federgabel ein sicheres Gefühl auf dem Bike.

Konstruktions- und Entwicklungsingenieurin Katja Hensler: Die leidenschaftliche Sportlerin ist am liebsten sowohl auf ausgedehnten Touren und Flowtrails unterwegs.

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