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Mehr als nur Wasser: Den Mineralstoffen auf der Spur

Wer regelmäßig mit dem Mountainbike trainiert, muss auch regelmäßig trinken. Und zwar das Richtige. Eine schlechte Versorgung des Körpers mit Wasser, Mineralstoffen und Spurenelementen kann Mangelerscheinungen, Leistungseinbrüche oder sogar körperliche Schäden verursachen. Beachtet man ein paar einfache Grundregeln, lässt sich das jedoch vermeiden.

Der menschliche Körper besteht zu 60 Prozent aus Wasser, das in unserem Organismus ganz unterschiedlich verteilt ist. Ein Drittel des Wassers umströmt die Zellen extrazellulär, und zwei Drittel befinden sich intrazellulär, also in den Zellen. Wasser ist lebensnotwendig; seine Verteilung im Körper steuern osmotische Kräfte, für die vor allem Mineralstoffe und Spurenelemente verantwortlich sind. Allerdings gehen dem menschlichen Organismus durch Schwitzen fast drei Gramm an Mineralstoffen pro Liter und Stunde verloren, genauso wie Vitamine über die Haut und Atmung abhanden kommen. Während intensiver Belastung über einen längeren Zeitraum kommen da schnell einmal drei bis fünf Liter Flüssigkeitsverlust zusammen. Die Bedeutung einer optimal ausgeglichenen Bilanz an Mineralstoffen und Vitaminen für den Erhalt der Leistung und Gesundheit ist daher einleuchtend. Wasser allein kann das aber nicht mehr ausgleichen.

 

Die Folgen von Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel

Die Folge erhöhten Flüssigkeitsverlusts sind spürbare Mangelerscheinungen, die Muskelkontraktion und Reizweiterleitung werden gestört und die Leistung bricht drastisch ein. Unser Körper ist in Sachen Mineralstoffe und deren Bedeutung natürlich breit aufgestellt. Für den Erhalt der Leistungsfähigkeit, aber auch für die anschließende Regeneration ist besonders die Versorgung der Muskulatur mit Kalium, Magnesium und Eisen maßgeblich Nicht frühzeitig und optimal ausgeglichene Flüssigkeitsverluste können zu verdicktem Blut führen, was den Nährstoff- und Sauerstofftransport zu den Zellen beeinträchtigt. Das birgt einerseits die Gefahr von Überwärmung, Hitzestau bis hin zum Kollaps. Andererseits verlieren wir mit dem Schweiß auch viele Elektrolyte. Diese in Wasser gelösten Mineralstoffe und Spurenelemente regulieren den Flüssigkeitshaushalt und ordnungsgemäßen Ablauf der Muskelfunktionen. Sie sind für sämtliche Zellfunktionen, die Reizweiterleitung und Muskelkontraktion verantwortlich. Ein gut trainierter Sportler würde zwar prinzipiell einen hohen Wasserverlust mit geringeren Reaktionen vertragen, dennoch käme es zu einem Leistungsabfall mit körperlichen Beschwerden. Wird dieser nicht durch entsprechende Getränke und Nahrung ausgeglichen, kommt es zu Mineralstoffmangel und Dehydrierung mit einer Schädigung des Organismus. Die Folge sind Muskelkrämpfe, Schwindel und Übelkeit, im Extremfall auch ein Kreislaufzusammenbruch oder Ohnmacht.

 

Optimal versorgt durch ausgewogene Ernährung und regelmäßiges Trinken

Wir kennen bisher 21 Mineralstoffe, die alle für ganz bestimmte Funktionen im Körper verantwortlich sindVon den Meisten werden nur geringe Mengen benötigt,  oft herrscht eine Überversorgung, wie bei Calcium, Magnesium oder Natriumchlorid. Kritischer für den menschlichen Organismus sind hingegen die essentiellen Spurenelemente, denn sie müssen über die täglicher Nahrung aufgenommen werden. Dazu zählen unter anderem Kalium, , Phosphor oder Selen; Eisen und Zink bilden darunter eine bedeutende Ausnahme, denn für die Leistungsfähigkeit und Gesundheit ist auch deren richtige Konzentration entscheidend. Eisen transportiert den Sauerstoff zu den Zellen und Zink ist am Eiweißstoffwechsel beteiligt.

Im Grunde ist eine optimale Versorgung des Körpers mit Mineralstoffen durch eine ausgewogene Ernährung und regelmäßiges Trinken gewährleistet. Die tägliche Flüssigkeitsaufnahme sollte aber nicht nur aus Wasser bestehen und insbesondere während körperlicher Aktivität mit mineralhaltigen, isotonischen Getränken erfolgen. Aufgrund der intensiven Leistung und schlechten Regeneration sind besonders Freizeitsportler oftmals von einer Unterversorgung durch Eisen und andere Mineralstoffe betroffen. Allerdings sollten Eisen und Zink nur nach ärztlicher Rücksprache zusätzlich ergänzt werden, um hier das Risiko einer Überdosierung mit Schäden für Leber und Nieren zu vermeiden. 

 

 

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