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Hometrails in Bochum: Kalwes und Weitmarer Holz – „Where Downhill begins“

Wie kann man sich in einer Region voller Lärm, Kohlenstaub und überfüllten Autobahnen für Mountainbike-Rennen in ganz Europa vorbereiten? Diese Frage wird mir als „Revierkind“ immer wieder gestellt. Denn für viele Menschen steht der Ruhrpott nach wie vor für den Industriemoloch längst vergangener Zeiten. Dass diese Ära längst vorbei ist und der Ruhrpott mit all seinen Halden und überragenden Trails rund um das Ruhrtal ein riesengroßer Spielplatz für Trailbikes ist, geht bei all den Klischees schnell verloren.

Aus diesem Grund ist es an der Zeit, die Vielseitigkeit des Ruhrpotts zu entdecken und dabei den einen oder anderen meiner Hometrails vorzustellen. Wer nun eine exakt beschriebene Panoramatour durch das Ruhrgebiet erwartet, braucht nicht weiterzulesen! Bei meinen Trailrunden geht es um das Wesentliche: Fahrspaß, und das vor allem bergab! Mountainbiken ist auch immer eine Art Entdeckungs- und Abenteuertour, deshalb: GPS-Geräte zu Hause lassen und einfach drauf losfahren!

Diese Tour ist meine absolute Lieblingsrunde:

Kurze und knackige Anstiege, schönes Bergab-Geballer und zwischendurch ein bisschen Ruhrtalpanorama. Sie hat die ideale Länge, um nach dem Feierabend den Adrenalinpegel noch rund 1,5 Stunden in die Höhe zu treiben.

Los geht es vor meiner Haustür in Bochum-Stiepel. Zum Aufwärmen startest du entspannt Richtung Lottental. Das Lottental rollst du bis zu einer scharfen Rechtskurve einfach runter. Hier geht’s weg von der Straße und nach links ab in den Wald. Jetzt dem Waldweg folgen und dabei immer rechts halten. Du befindest dich am Rand des Botanischen Gartens der Ruhr-Universität Bochum und musst ein wenig bergauf treten. Am „Gipfel“ angekommen fährst du rechts auf eine Art Grat und folgst diesem bis zum Ende. Orientiere dich einfach an den MTB-Spuren! Jetzt stehst du am Start der wohl berühmtesten Downhill-Strecke des Ruhrgebiets, dem Kalwes. Sattel runter und Vollgas! Je nach Wetter und Laune mache ich hier ein paar Runs mit meinem ROTWILD E1, verschiedene Linien gibt es genug.

Dann geht es weiter Richtung Kemnader See. Nach etwa 300 Metern erreichst du den großen Seeparkplatz. Meine Empfehlung: kurzer Stopp am Eiswagen und Spaghetti-Eis essen! Anschließend weiter am See und an der Ruhr entlang Richtung Hattingen. Hier lohnen sich parallel zum Seeweg hin und wieder ein paar Abstecher nach rechts in den Wald, wo du kurze und spaßige Trails findest. Dem Ruhrweg Richtung Hattingen folgst du, bis dieser auf die Brockhauser Straße trifft. Diese Straße fährst du weiter Richtung Hattingen und passierst dabei diverse Pferdehöfe und grüne Ruhrtalidylle. Hier heißt es: „Augen aufhalten“, denn man kann immer wieder rechts in die parallel verlaufenden Wälder einbiegen und neue, spannende Trails erkunden.

Auf der Brockhauser Straße hältst du dich links und fährst unter einer großen Brücke hindurch. Unmittelbar danach macht die Brockhauser Straße einen scharfen Rechtsknick und wird zur Blankensteiner Straße, von der du nach kurzer Zeit links in die Rauendahlstraße einbiegst. Nach zirka 30 Metern geht es rechts in einen kleinen Trail, der hinauf ins Weitmarer Holz führt. Aufpassen: Keine Jogger über den Haufen fahren und die Wanderer und Familien immer freundlich grüßen! Am Ende des Weitmarer Holzes rechts halten und zurück nach Stiepel fahren.

Viel Spaß beim Suchen und Entdecken der Trails! Mit Google Maps und ein bisschen Abenteuerlust wirst du ausgehend vom Lottental meine Runde sicher irgendwann finden...

Länge: 23 Kilometer
Höhenmeter: 320 Meter
Dauer: 1:20 Stunden
Kondition: leicht
Fahrtechnik: mittel
Links/Infos: www.meinmtb.de/touren

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