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Hochsommer: Mit dem Bike unbeschadet durch die Hitze

Das Thermometer zeigt über 30 Grad Celsius an, der Himmel ist wolkenlos, und die Sonne strahlt in voller Pracht und Kraft. Perfektes Sommerwetter. Wer dabei allerdings nicht nur gemütlich am Badestrand liegt, sondern aufs Zweirad steigt und sportlich in die Pedale tritt, der sollte unbedingt die folgenden Tipps beachten. Sonst wird aus der Mountainbike-Tour ganz schnell eine äußerst unangenehme und gefährliche Hitzeschlacht für den Körper.

Ab in den Wald

Einfach aufs Bike steigen und losradeln? Nein! An heißen Sommertagen sollte man darauf achten, dass man nicht nur in der prallen Sonne seine Kilometer und Höhenmeter herunterspult, sondern bei der Streckenwahl möglichst viele Waldpassagen einbaut. Im Wald ist es bis zu 15 Grad kühler, und der Schatten sorgt für eine angenehme und kühle Luft – wie eine natürliche Klimaanlage. Am Limit sollte man deswegen trotzdem nicht fahren. Der Puls ist wegen der Thermoregulation um fünf bis zehn Schläge pro Minute höher als bei gemäßigten Temperaturen. Denn der Körper benötigt bei Hitze mehr Blut zur Kühlung. Also auch hier: Nicht überhitzen, sondern cool bleiben. Außerdem sollte nach langen Anstiegen auch immer wieder eine rasante Abfahrt folgen, die für Fahrtwind und wohltuende Abkühlung sorgt.

   

Alle guten Dinge sind zwei

Wenn im Hochsommer die Sonne förmlich beißt und brennt, kann ein zweites T-Shirt äußerst hilfreich sein. Wenn man unter dem Radtrikot noch ein Funktionshemd trägt, hält das den Schweiß länger am Körper und sorgt so mit Unterstützung des Fahrtwinds für Kühlung. Allerdings: Je nach Tour und Hitzeschlacht ruhig noch ein Ersatzshirt mitnehmen. Ein durchgeschwitztes und nasses Oberteil ist auf Dauer unangenehm und kann den Körper in Waldpassagen auch auskühlen. Auch helle Bike-Bekleidung ist extrem praktisch, denn dunkle Hosen und Trikots absorbieren die Wärme. Dazu einen Helm tragen, der über ausreichend Luftschlitze verfügt und so den Kopf schnell und direkt kühlt.    

 

Hitzschlag! Was tun?

Kopfschmerzen, verschwommene Optik, ausgetrockneter Mund – wer in der Hitze des Sommers auf seinem Bike sitzt, sollte auf die Signale seines Körpers achten. Wenn Wärme, starke Sonneneinstrahlung, Dehydrierung sowie Überanstrengung Kopf und Körper überkochen lassen, hilft sofortige Ruhe und Kühlung. Das heißt: Beim Hitzschlag zum Ausruhen in den Schatten legen, Arme und Beine mit kaltem Wasser vorsichtig kühlen und etwas trinken. Danach locker und vorsichtig, wenn möglich in Begleitung, nach Hause radeln. Daraufhin genügend trinken sowie essen und sich gesund schlafen.

 

Ozonwerte und Tageszeit beachten

Frühaufsteher sind klar im Vorteil. Im Hochsommer ist die Luft zwischen sechs und sieben Uhr am Morgen am kühlsten und die Ozonwerte sind am niedrigsten – perfekt für eine Trainingseinheit. Gleiches gilt ab 20 Uhr. Zwar sind hier die Ozonwerte noch fast auf dem Stand des Nachmittags, allerdings brennt die Sonne nicht mehr so vom Himmel. Zwischen 12 Uhr und 17 Uhr sollte man an heißen Sommertagen sein Bike stehen lassen. Ozon ist ein Reizgas, das Halskratzen, Reizhusten, Augenbrennen, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche verursachen kann. Es entsteht vermehrt bei starker Sonneneinstrahlung. Da man beim Mountainbiken tiefer und schneller atmet, reichen bereits geringe Konzentrationen aus, um die genannten Symptome auszulösen. Übrigens: Die Ozonbelastung kann auf dem Land höher sein als in der Stadt. Wieso? Es fehlen Bestandteile der Autoabgase, die Ozon (O3) wieder in unschädlichen Sauerstoff (O2) zurück verwandeln.

 

1,5 Liter pro Stunde

Je höher die Temperaturen sind, desto mehr schwitzen wir auch. An einem heißen Sommertag kann es schon vorkommen, dass beispielsweise ein 80-kg-Biker rund 1,5 Liter pro Stunde herausschwitzt. Da hilft ein geeignetes Getränk, das schnell verwertbar ist und die verlorenen Mineralien und Spurenelemente ersetzt.

      

Die Sonne brennt

Wer mit dem Mountainbike den einen oder anderen Berggipfel in Angriff nimmt und stundenlang in höheren Regionen unterwegs ist, sollte entsprechenden Sonnenschutz mit im Gepäck haben. Mit einem Lichtschutzfaktor zwischen 30 und 50 ist man gut bedient und erspart sich schmerzhaften Sonnenbrand auf der Haut. Nase, Ohren und Kniekehlen dabei nicht vergessen. Pro 1000 Höhenmeter nimmt die UV-Strahlung um rund 20 Prozent zu. Sportmediziner raten, den Sonnenschutz mehrmals am Tag aufzutragen. 

 

   

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