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Hinter den Kulissen: Mit Irene Schachinger beim Bikeshooting

Mountainbiken eignet sich als Sportart besonders gut für beeindruckende Fotos, das liegt vor allem an der einzigartigen Kombination aus Bike-Action und Naturkulisse. Doch wie läuft so ein Shooting eigentlich für die Protagonisten auf ihren Rädern ab? Um das zu erfahren, haben wir unserer ROTWILD Factory Riderin Irene Schachinger auf den Zahn gefühlt.

Nach welchen Kriterien sucht ihr die Location für ein Shooting aus?

Das kommt ganz darauf an, was mit den Bildern vermittelt werden soll. Es müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden, wie die Licht- und Wetterverhältnisse, die Umgebung und die Art des Bikes.

Wie viele Leute sind in der Regel in ein Shooting involviert?

Das ist sehr unterschiedlich. Manchmal ist man mit dem Fotografen allein am Berg, oft sind aber ein bis zwei andere Fahrer dabei und gelegentlich auch die Auftraggeber, um ihre Vorstellungen direkt einzubringen.

Bei einem Shooting für Brose in diesem Jahr haben Fotograf und Filmer parallel ihre Aufnahmen gemacht, dafür muss die Zusammenarbeit aber schon sehr gut sein. 

Zusammen mit Manuel Kottersteger machst du immer wieder Shootings für Tourismusverbände. Wie kommt eine solche Kooperation zustande?

Um an Shootings teilzunehmen, braucht es sehr viel zeitliche Flexibilität. Die hatte ich in den letzten Jahren aufgrund meiner beruflichen Verpflichtungen leider nicht. Aber seit diesem Frühling habe ich meine Ausbildung abgeschlossen und daher die Möglichkeit, meine Zeit freier einzuteilen. Ein Südtiroler Fahrrad-Kollege hat dann die Verbindung zu Manuel Kottersteger hergestellt. Da ich in Innsbruck wohne, ist diese Kooperation ideal.

Ist es von Vorteil, wenn man regelmäßig mit dem gleichen Fotografen zusammenarbeitet?

Ja, denn je besser man sich kennt, umso besser können auch die jeweiligen Stärken eingesetzt werden.

Wie sieht bei einem Shooting in der Regel der Tagesablauf aus?

Um das beste Licht zu nutzen, heißt es sehr früh aufzustehen, um bereits bei den ersten Sonnenstrahlen am Berg zu sein. Nach einer Morgen-/Vormittagssession gibt es meist eine Pause, in der auch Location-Wechsel durchgeführt werden, um dann die Abendsonne bis zur letzten Minute zu nutzen. Eine Lampe sollte man also immer dabei haben.

Musst du bei Shootings Dinge beachten, die für dich beim Freifahren eher keine Rolle spielen?

Teilweise wird die Ausrüstung vom Auftraggeber zur Verfügung gestellt, ansonsten sind bunte Farben von Vorteil, da diese auf Bildern besser zur Geltung kommen. Mein knallrotes Rotwild Bike ist daher bei Shootings immer gern gesehen.

Kommt es vor, dass du bei Shootings teilweise ein höheres Risiko eingehst als beim Freifahren?

Eigentlich nicht. Wenn ein großer organisatorischer Aufwand für ein Shooting betrieben wurde, ist es denkbar schlecht, wenn sich der Fahrer verletzt. Ich habe mir einmal bei einem Shooting den kleinen Finger gebrochen, bin dann aber trotzdem weiter gefahren, und wir konnten noch einige gute Bilder machen. Der Spaß ist dann aber schon deutlich gemindert.

Gibt es Dinge, die du bei Shootings weniger magst?

Extrem früh aufzustehen oder bei eisigen Temperaturen und relativ unaufgewärmt versuchen, eine gute Performance zu zeigen, ist manchmal nicht so easy. Man muss ja auch oft eine Stelle immer wieder hochschieben und mehrmals fahren. Das kann schon mal ziemlich anstrengend werden. Aber ich sehe das eher als Training und als Chance, mich zu verbessern.

Gibt es Dinge, die für dich bei Shootings besonders schön sind?

Ich genieße es immer sehr, den ganzen Tag draußen und auf dem Rad zu sein, neue Trails zu entdecken und dabei schöne Bilder entstehen zu lassen.

Das kann ich mir gut vorstellen. Dann freuen wir uns auf viele schöne Bilder von deinen nächsten Fotosessions!

Alle Fotos: Manuel Kottersteger

 

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