Know-how: Die ROTWILD Fahrprofile für den Shimano EP8

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Die beiden E-Mountainbikes R.E375 und R.X375 der ROTWILD Aggressive Series wurden für Mountainbiker entwickelt, die das Fahrgefühl eines konventionellen MTBs schätzen, aber auf den Performance Boost eines Motors nicht verzichten wollen. Wer sich in den Sattel eines unserer Light-EMTBs setzt, will vor allem eins: Fahrspaß. Auf möglichst große Reichweite und eine entsprechend lange Energieversorgung des Motors durch einen starken Akku legt ein Light-EMTB Nutzer ganz bewusst keinen Wert.

Verbunden mit dem R.E375: das funktioniert über die Shimano E-Tube Project App ganz einfach. Jetzt lassen sich mit dem eigenen Smartphone die Unterstützungsstufen in beiden Profilen an persönliche Vorlieben anpassen.

Für Johannes Matschos, den Produktentwickler der Aggressive Series, sind deshalb Parameter wie Effizienz, Fahrdynamik und -performance wesentlich wichtiger. Dies spiegelt sich zum einen in der Geometrie und der Fahrwerksabstimmung des R.E375 und R.X375 wider. Zum anderen hat der neue Shimano EP8 Antrieb prägenden Einfluss auf den Charakter dieser neuen Light-EMTBs.

Wie bereits in diesem Artikel erklärt, kann man im Shimano E-Bike System zwei Fahrprofile anlegen und die Leistungsparameter in jedem Profil für die drei Unterstützungsstufen Eco, Trail und Boost individuell einstellen.

Um das Optimum aus den beiden EMTBs der ROTWILD Aggressive Series herauszuholen, haben sich Johannes Matschos und seine Kollegen diese Funktion zunutze gemacht. "Shimano liefert das EP8-System mit nur einem Grundsetting, welches wir so aber nicht verwenden. Wir haben nach einer langen und intensiven Testphase zwei eigene Fahrprofile für unsere 375er Bikes entwickelt. So definierten wir mit dem Profil 2 ein 'Minimal Assist'-Profil mit geringer elektrischer Unterstützung und niedrigem Energieverbrauch. Das Profil 1 ist unser 'High Power Profil' mit der von vielen E-Bikern geschätzten Power, angepasst auf die 375er Modelle", erklärt Johannes Matschos.

High Power vs. Minimal Assist – das sind die wesentlichen Unterschiede

Die freie Wahl bleibt erhalten: Wenn es unterwegs notwendig wird, dann kann die Umstellung zwischen Profil 1 und Profil 2 über das Shimano Display mit wenigen Knopfdrücken vorgenommen werden.

ROTWILD Profil 1 – High Power

  • Fahrcharakteristik: maximale Power im Boost Modus, mittlere Power im Trail Modus, mäßige Power im Eco Modus
  • Maximales Drehmoment: Volle 85Nm im Boost Modus, ⅔ Leistung im Trail Modus und unter 25Nm im Eco Modus
  • Startunterstützung: Volle Leistung in allen drei Fahrmodi

ROTWILD Profil 2 – Minimal Assist

  • Fahrcharakteristik: gedrosselte Power im Boost Modus, mittlere Power im Trail Modus (Anm.: gleiche Einstellung wie im High Power Profil), geringe Power im Eco Modus
  • Maximales Drehmoment: mittlere Leistung im Boost Modus, geringe Leistung im Trail Modus und minimale Leistung (20Nm) im Eco Modus
  • Startunterstützung: Mittlere Leistung in allen drei Fahrmodi

Starker Fokus auf das Mountainbiken an sich, weniger Einfluss durch den Motor, für ROTWILD Produktmanager war dies bei der Konzeption der Aggressive Series ein wesentlicher Aspekt. Die beiden eigenen Fahrprofile für den Shimano EP8 Motor unterstützen genau diesen Ansatz.

Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden ROTWILD Fahrprofilen ist die gedrosselte Leistung, die eine höhere Reichweite mit sich bringt. Für Johannes Matschos spielte aber bei der Definition des Profils auch ein weiterer Aspekt eine wichtige Rolle. "Unser Ziel war außerdem, das E-Bike-spezifische Fahrverhalten nicht so dominant zu machen. Der Motor und seine Leistung sollten etwas in den Hintergrund treten und möglichst unauffällig mitwirken. So kann man als Biker beim Fahren den Fokus viel stärker auf das Mountainbiken an sich legen".

Mit den beiden voreingestellten ROTWILD Fahrprofilen kann jeder Biker in Abhängigkeit von der geplanten Tour die optimale Einstellung auswählen. Steht nur eine kurze Feierabendrunde von maximal zwei Stunden an, schafft der 375 Watt Akku problemlos eine Trailrunde im High Power Profil. Geht es auf eine längere Tour von über zwei Stunden, auf der mehrere Anstiege zu bewältigen sind, ist das Minimal Assist Profil die richtige Wahl. Der Wechsel zwischen den beiden ROTWILD Fahrprofilen ist ganz unkompliziert über das E-Bike Display möglich.

ROTWILD Marketing-Mitarbeiter Jonathan Zimmermann ist überwiegend im Minimal-Assist Profil unterwegs. Das bietet ihm ausreichend Unterstützung und sorgt zudem für eine größere Reichweite.

Jonathan Zimmermann, der als leidenschaftlicher Enduro-Biker bei der Entwicklung der beiden ROTWILD Fahrprofile mitgearbeitet hat, nutzt die Einstellungen so: "Wenn ich mit einem R.375er Bike unterwegs bin, bleibe ich durchgehend im 'Minimal Assist'-Fahrprofil, also dem Profil 2. So kann ich auch gut in einer Gruppe mit Mountainbikern ohne Motor unterwegs sein und der Eco Modus reicht mir dann als Unterstützung völlig aus. Bei steileren Anstiegen nutze ich gelegentlich den Trail Modus. Den Boost Modus muss ich bei meinen Touren im Mittelgebirge so gut wie nie anfassen."

Auch Johannes Matschos dreht seine Bikerunden häufig mit dem Profil 2 und minimaler Unterstützung. "Nur auf Strecken mit vielen technischen Uphill-Passagen schalte ins High Power Profil", erklärt er.

Tipp:

Es lohnt in jedem Fall beide Profile in den unterschiedlichen Fahrmodi auszuprobieren. Wenn man auf seinem Hometrail mit den verschiedenen Profilen und Fahrmodi experimentiert, wird man sehr gut herausfinden, in welchen Bedingungen das jeweilige Profil am besten zu den eigenen Bedürfnissen und Vorlieben passt.

Weitere Informationen zum Anpassen der Fahrprofile gibt es auf der Shimano Webseite.

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