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Ernährung: Frühlingsröllchen statt Speckrollen zum Saisonstart

Mountainbiker wissen ganz genau, welche Ernährung für sie die Richtige ist, um ordentlich in die Pedale zu treten. Natürlich Kohlenhydrate. Ganz egal, ob bergauf oder bergab, ob Grundlagenausdauer, Kraftausdauer oder Schnellkraft, ob jung oder alt, Sommer wie Winter: Viel hilft viel.

Weit gefehlt! Der Mythos kohlenhydratreicher Ernährung hält sich wacker, obwohl in Sachen Mountainbike, Technik und Training das Wissen groß ist. Doch Sporternährung wird heutzutage an die persönlichen Bedürfnisse des Sportlers und dessen Trainingsmethoden angepasst. Insbesondere sollte sich der Nährstoffbedarf von Sommer zu Winter beziehungsweise zwischen Mountainbikesaison und Saisonpause unterscheiden. Wann welche Nährstoffe, wie viele Kohlenhydrate oder eher Fette und Eiweiße wichtig sind, klären wir hier.

 

Sporternährung ist individuell und saisonal

Vergessen Sie Diäten oder Ernährungsweisen, die einen Namen tragen. Für Ausdauersportler und insbesondere Freizeitsportler sollte eine optimale Ernährung den persönlichen Gegebenheiten, dem Training und dessen Intensität sowie Umfang zeitlich und inhaltlich angepasst sein, um die körperliche Leistungsfähigkeit und die Gesundheit zu unterstützen. Vor allem im Winter, wenn die Tage kürzer werden und neben den Temperaturen auch die Motivation und Trainingskilometer sinken, ist das hilfreich.

 

Raffinierter Zucker, Insulinspiegel & Co.

Der Schlüssel, um gerade in der dunklen, kalten Jahreszeit die natürliche Gewichtszunahme im Rahmen zu halten – auch wegen des geringeren Trainingsumfangs –, liegt im Insulinspiegel und der richtigen Wahl der Nahrungsmittel. Mit jeder Nahrungsaufnahme werden in Magen und Darm essentielle Nährstoffe vom Blut aufgenommen. Darauf reagiert der Körper mehr oder weniger mit der Ausschüttung des Speicherhormons Insulin. Besonders viel Insulin wird produziert, wenn wir schnell verwertbare oder viele Kohlenhydrate, wie raffinierten Zucker oder Weißmehlprodukte, essen. Insulin reguliert den Blutzuckerspiegel und sorgt dafür, dass Nährstoffe in die Zellen gelangen. Gleichzeitig unterdrückt Insulin aber auch unsere Fettverbrennung. Das bedeutet, so lange Insulin im Blut ist, verbrennen wir kein Fett. Ein echtes Dilemma, und es kommt noch dicker: Unser Blutzuckerspiegel steigt mit der Zuckeraufnahme nicht nur sprunghaft an, er sinkt auch genauso schnell wieder ab, während der Insulinspiegel hoch bleibt und erneut Hunger verursacht.

 

Halbe Portion fürs Immunsystem

Möchten wir die winterliche Gewichtszunahme im Griff haben oder im Frühling abnehmen, müssen wir also den Insulinspiegel und unter anderem die Art der Kohlenhydrataufnahme kontrollieren. Ein einfacher Weg ist, mit der Reduzierung des Trainings auch die Kohlenhydratportionen der Mountainbikesaison um 25 bis 50 Prozent zu reduzieren und deren Qualität zu verbessern. Ergänzend sollten Sie mittags und / oder auch abends bevorzugt eiweißreiche Nährstoffe und gesunde Fette bevorzugen. Größeren Appetit stillen Sie mit saisonalem Gemüse oder Salaten. Wenn Sie dann noch Ihre winterlichen Leckereien weiser wählen und nicht komplett auf eine gesunde Ernährung bis Februar verzichten, dann wird das auch Ihr Immunsystem stärken. Und vor allem werden Sie dann anstatt mit Speckrollen mit Frühlingsröllchen in die Saison 2018 starten.

 

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