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Enzyme – Zündkerzen für Gesundheit, Regeneration und Radleistung

Enzyme sind lebenswichtige Regulatoren und Funktionsbestandteile für sämtliche Stoffwechselprozesse innerhalb unseres Organismus, wie für die Energiegewinnung und Regeneration. Ohne Enzyme würden diese nur sehr langsam oder bedingt ablaufen. Zwar sind Enzyme keine essentiellen Nährstoffe, dennoch werden sie aus Proteinen und Fettsäuren in unserem Körper gebildet. Sie sind die Zündkerzen für unsere Leistungsfähigkeit und wichtig für das Immunsystem sowie die Heilung nach Verletzungen.

Mangelt es dem Körper an Enzymen können weder Vitamine noch Mineralstoffe verwertet werden. Ohne Enzyme funktioniert der Mensch nicht und kann sportliches Training nicht erfolgreich sein, denn sie sind maßgeblich am körperlichen Stoffwechsel beteiligt. Für die einwandfreie Funktion sämtlicher Stoffwechselabläufe im menschlichen Körper ist darum eine ausgewogene und hochwertige Ernährung die grundlegende Voraussetzung.

Enzyme sind Katalysatoren, senken die Aktivierungsenergie und können so Stoffwechselreaktionen um das Millionenfache und mehr beschleunigen. Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate sind energiereiche Verbindungen, die wie das Wachs einer Kerze nicht selbständig verbrennen können. Es braucht ein Streichholz, um eine Kerze zu entzünden und so lange Hitze, bis das Kerzenwachs mit dem Luftsauerstoff von selbst reagiert.

 

ENZYME BESCHLEUNIGEN DIE KOHLENHYDRATVERBRENNUNG BEI KÖRPERTEMPERATUR

Es muss also ein gewisser Schwellenwert überwunden werden, um eine Reaktion in Gang zu setzen. Enzyme haben die Aufgabe, den Schwellenwert zu senken, um die Energiegewinnung beim Athleten für die Erbringung sportlicher Leistungen bei relativ niedrigen Körpertemperaturen ablaufen zu lassen. Dann wird zum Beispiel die in der Glucose gespeicherte Energie freigesetzt und diese chemische Reaktion wesentlich beschleunigt.

Enzyme haben die Eigenschaft, stets nur mit einem bestimmten, passenden Substrat reagieren zu können. Man spricht vom Schlüssel-Schloss-Prinzip. Die Enzymreaktion (Katalyse) kann jedoch durch verschiedene Einflüsse, wie zum Beispiel die Körpertemperatur, den pH-Wert des Blutes oder eine Hemmung durch einen Substratüberschuss, beeinflusst werden, was wiederum eine Regulierung der Stoffwechselprozesse ermöglicht. Enzyme verändern ihre Struktur bei der Umsetzung von Substraten nur vorübergehend und kehren nach der Reaktion wieder in ihren Ausgangszustand zurück. Sie werden somit nicht verbraucht und sind regenerativ, deshalb bezeichnet man sie auch als Bio-Katalysatoren.

 

ENZYME SIND DER BIO-KATALYSATOR DES STOFFWECHSELS

Enzyme arbeiten nur in einem bestimmten Temperaturbereich optimal. Dieser ist je nach Enzym unterschiedlich (Optimumkurve): Ist es zu kalt, arbeiten sie nicht. Wird es aber zu heiß, werden die Enzyme irreversibel zerstört und es kommt zu einer Denaturierung. Enzyme zählen zu den Proteinen, sind grundsätzlich substrat- und wirkungsspezifisch und werden in unterschiedliche Enzymklassen eingeteilt. Es gibt drei Hauptkategorien: Die Verdauungsenzyme, die Nahrungs- oder Pflanzenenzyme und die Stoffwechselenzyme. Lipase, Protease, Amylase, Cellulase, Lactase, Phytase, Maltase, Papain und Bromelain helfen beide zum Beispiel bei der Verdauung von Proteinen und gegen Entzündungen. An allen enzymatischen Katalysen sind vor allem Enzyme beteiligt, die sich aus Apoenzym und Coenzym zusammensetzen. Die aktiven Zentren des Enzyms sind Coenzyme, sie sind eng an die Vitamine gekoppelt.

 

ENZYME VERBESSERN DIE SELBSTHEILUNG

Viele Vitamine werden im Körper in Coenzyme eingebaut oder umgewandelt. Der Vitaminbestandteil von Coenzymen ist essentiell und ihre positive Wirkung auf Herzfunktion, Energiestoffwechsel und deren Schutzwirkung vor freien Radikalen bewiesen. Enzyme sorgen für einen verbesserten Blutfluss und den Abtransport von Abfallprodukten, sie fördern den Nährstofftransport und die Energiegewinnung und beschleunigen den Heilungsprozess.

Das ist für Athleten ein entscheidender Faktor, denn heilen Entzündung und Mikroverletzungen in der Muskulatur nicht richtig aus, kann das langfristig gravierende Folgen für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit haben. Wird eine Entzündung chronisch, führt sie zu schmerzhaften Überlastungen und dauerhaften Problemen der betroffenen Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke. Chronische Achillessehnenschmerzen oder Knie- und Schulterbeschwerden beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit und können die Ausübung der geliebten Sportart langfristig unmöglich machen.

 

FAZIT

Ob Energiegewinnung, Reizweiterleitung der Nerven, Atmung, Verdauung, Körperwachstum, Blutgerinnung, Heilungsprozesse nach Verletzungen oder die hochkomplexen Abläufe des Immunsystems: Sämtliche Stoffwechselprozesse unseres Körpers sind enzymgesteuert. Unsere Nahrungsmittel sollten deshalb immer reichhaltig an Enzymen sein. Manche Enzyme produziert der Körper selbst, vorausgesetzt wir essen enzymatisch aktive Lebensmittel, wie Avocado und Ananas, rote Beete und Sauerkraut. Eine hochwertige und ausgewogene Ernährung liefert somit auch wichtige Enzyme und ist Grundlage für die sportliche Leistung, Regeneration und Gesundheit.

 

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