ROTWILD Insights: Elias Spiegel - Auszubildender Zweiradmechatroniker

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Das eigene Hobby zum Beruf zu machen, ist nicht nur für viele Jugendliche ein Traum. Wer leidenschaftlich gerne Mountainbike fährt, dem bietet die Fahrradbranche diverse Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen. Eine davon ist die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker. Der 18-jährige Elias Spiegel ist seit September 2020 in Dieburg in der Lehre. Was treibt einen jungen Menschen an, dieses Handwerk zu lernen? Dies und vieles mehr erzählt uns Elias in diesem ROTWILD Insights Interview.

Wie bist du zum Mountainbiken gekommen?

Abgesehen vom Winter gab es bei uns kaum ein Wochenende, an dem meine Eltern nicht irgendeine Radtour unternommen haben. Meistens mit dem Mountainbike. Da musste ich dann zwangsläufig mit und mit der Zeit hat mir das dann auch tatsächlich Spaß gemacht. Auch in meinem Freundeskreis ist eigentlich jeder Radgefahren. Als wir älter wurden, hatten wir dann alle Mountainbikes und machten die Trails bei uns daheim damit unsicher.

Was macht für dich den Reiz des Mountainbikens aus?

Biken auf Trails bietet so unglaublich viel Abwechslung, das gefällt mir. Es gibt für mich kaum ein besseres Gefühl, als auf einem anspruchsvollen Trail im perfekten Flow zu sein. Gerade wenn meine Kumpels meinen, dass man auf einem bestimmten Trail nicht wirklich in den Flow kommt, spornt mich das an. Ich will ihnen dann das Gegenteil beweisen. Diese Herausforderungen sind es, die mich am Biken besonders Reizen.

Worauf bei der Montage geachtet werden muss, das zeigt Ausbilder und Produktionsleiter Max Jenschke Schritt für Schritt – in allen Arbeitsschritten direkt am Bike.

Was hat dich motiviert dich bei ROTWILD um einen Ausbildungsplatz zum Zweiradmechatroniker zu bewerben?

Es klingt natürlich klischeehaft, aber es ist so: Ich wollte mein Hobby zum Beruf machen. Also habe ich mich nach der Schule bei verschiedenen Shops um einen Ausbildungsplatz beworben. Ich hatte dann auch schon eine Zusage von einem Fahrradgeschäft in Fulda. Als ich aber die Stellenanzeige von ROTWILD auf der Webseite entdeckte, wusste ich sofort: Da will ich hin. ROTWILD war für mich schon immer die Bikebrand Nummer eins. Mein Vater hatte seit jeher ein ROTWILD Mountainbike und mein damaliges Bike war ein ROTWILD E1. Ich war schon sehr früh ein absoluter Fan der Marke und liebte mein Enduro-Bike. Als dann die Zusage für den Ausbildungsplatz in unserem Briefkasten landete, habe ich mich mega gefreut. Die Lehrstelle in Fulda habe ich dann wieder abgesagt.

Warst du denn schon immer ein begeisterter Bike-Schrauber der alles an seinem Bike selbst repariert, gewartet und getuned hat?

Eigentlich gar nicht. Interesse an den ganzen technischen Details hatte ich zwar schon länger, aber das Schrauben habe ich erst im Rahmen der Ausbildung erlernt.

Präzises Arbeiten an komplexen Systemen wie den E-MTBs ist wichtig, dazu gehört auch die Kontrolle des korrekten Sitzes der Buchsen an der Motorbefestigung.

Wie sieht denn ein Arbeitsalltag als Lehrling bei ROTWILD aus?

Wir starten in der Werkstatt um 7.00 Uhr und machen in der Regel eine halbe Stunde Mittagspause. Dadurch habe ich um 15.30 Uhr Feierabend. Das ist cool, denn so lassen sich am Nachmittag je nach Lust und Laune auch noch ein paar Kilometer auf dem Hometrail abspulen.
In erster Linie gehören zwei Bereiche zu meinen Aufgaben. Zum einen baue ich Neuräder auf, die hier in Dieburg in Kleinserien gefertigt werden. Für mich besonders spannend ist auch der Aufbau von Prototypen gemeinsam mit dem Engineering. Das ist schon etwas Besonderes für einen Lehrling und nur bei einem Fahrradhersteller möglich, der sein eigenes Entwicklungsteam im Haus hat. Zum anderen kümmere ich mich um unsere ROTWILD Testräder, damit diese für das nächste Testevent wieder top in Schuss sind. Unsere Serviceabteilung unterstütze ich ebenfalls. 
 

Auch während der Saison wird die Testbikeflotte immer wieder in Top-Zustand gebracht, intensives Reinigen der Schaltungskomponenten eingeschlossen.

Immer nur an Bikes schrauben, ist das auf Dauer nicht ziemlich monoton?

Nein. Ich bin ja auch viel auf unseren Events unterwegs. Das bringt viel Abwechslung. Hier lernt man jede Menge neue Leute aus der Branche und lässige Bike-Regionen kennen. In Dieburg stehe ich auch nicht den ganzen Tag zusammen mit meinem Ausbilder Max in der Werkstatt. Je nachdem wo ich gebraucht werde, helfe ich Fedor im ServiceRalf in der Logistik, oder bekomme Einblicke in die Produktentwicklung des Engineering, die Kundenbetreuung und ins Marketing.

Hast du dir den Job als Zweiradmechatroniker so vorgestellt, wie du ihn nun in den ersten 1,5 Jahren kennengelernt hast?

Ganz ehrlich, so abwechslungsreich habe ich mir den Job nicht vorgestellt. Ich wurde auch sehr gut vom ganzen Team aufgenommen und habe mega nette Kollegen. Außerdem bietet mir die Ausbildung tolle Möglichkeiten, die mir in der Zukunft sehr weiterhelfen können.

Was genau meinst du damit?

Auf den bisherigen Events habe ich schon sehr viele interessante Leute aus der Bikebranche kennengelernt. Das Fachsimpeln auf solchen Veranstaltungen mit den Kollegen und das Knüpfen neuer Kontakte ist sehr spannend. Und die Einblicke, die ich hier bei ROTWILD in die Produktentwicklung bekomme, sind schon wirklich etwas Besonderes. Wenn du eine Lehre im Bikeshop machst, bekommst du davon vielleicht weniger mit.

Hast du schon Pläne, wie es nach deiner Ausbildung weiter gehen soll?

Ich möchte auf jeden Fall meinen Meister machen. Und da ich ja ein bekennender ROTWILD Fan bin, wäre es toll, wenn ich hier in Dieburg bleiben könnte.

Die Ausbildung beinhaltet viele Facetten, auch die permanente Kontrolle des Materials. Bevor das R.X375 final aufgebaut wird, muss der Rahmen nochmals gecheckt werden.

Fünf Fragen

Jetzt kommen wir noch zu fünf Fragen, die jeder deiner Kollegen hier in seinem ROTWILD Insights Interview beantwortet hat:

1. Zu deinen persönlichen Bike-Vorlieben: Downhill oder Uphill?

Mir ist eine gute Kombination aus beidem am liebsten: Uphill mit geilem Blick auf die Landschaft und dann der Downhill über einen naturbelassenen Trail.

2. Fully oder Hardtail?

Definitiv Fully, da ich nur auf der Straße unterwegs bin, um von Trail zu Trail zu kommen.

3. E-Bike oder konventionell?

Konventionell, wenn ich mit Kumpels unterwegs bin, die keine E-Bikes haben oder wir im Bikepark fahren. E-Bike, um auf Trails ohne Lift das Maximale an Abfahrten rauszuholen.

4. Dein Lieblingsbike aus der ROTWILD-Kollektion?

Das sind zwei und zwar die Enduros: R.E1 und das R.E375 . Das R.E1 ist sehr wendig und fühlt sich beim Springen in der Luft sehr leicht an. Das R.E375 liegt sehr satt auf dem Trail, ist aber zugleich sehr leicht und laufruhig.

Azubi Elias Spiegel hat gleich zwei ROTWILD Favoriten: das R.E1 und das R.E375, die er beide selbst intensiv über die Trails jagt.

5. Wo fährst du am Liebsten?

Ich liebe unseren Hometrail in Nordhessen, da wir die Strecke genau so gebaut haben, wie sie uns am meisten Spaß macht. Generell mag ich naturbelassene Trails in den Bergen, auf denen man den perfekten Flow finden kann.

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