Der Akku, ein kleines Sensibelchen? Die richtige Pflege

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Kraftpaket und Mimose – der Fahrrad-Akku hat schon ein einzigartiges Wesen. Und wie es bei einzigartigen, teuren Wesen nicht unüblich ist, verlangt er eine besondere Behandlung. Viele Mythen ranken sich dabei um die richtige Akkupflege, wir wollen einige ausräumen, einige richtigstellen und Tipps geben, worauf es wirklich ankommt.

E-Bike richtig laden

Memoryeffekt? Schnee von gestern. Moderne Lithium-Ionen-Akkus müssen nicht mehr zwingend komplett aufgeladen werden – im Gegenteil: Im Idealfall sollte der Ladezustand zwischen 30 und 80 Prozent liegen. Studien haben ergeben, dass sich die Lebensdauer des Akkus so verlängern lässt. Ausnahme: Wenn der Akku längere Zeit nicht benutzt wurde, empfiehlt sich eine komplette Aufladung, danach sollte man ihn einmal komplett leer fahren. So kann sich das Batterie-Management-Systems (BMS) richtig kalibrieren.

 

Checkpoints

  • Lithium-Ionen-Akkus müssen nicht ganz aufgeladen werden
  • Am besten im Bereich ab 30% und bis 80% laden
  • Steht ein Bike für längere Zeit: einmal komplett aufladen, dann komplett leer fahren

Wichtig: Die Batterie darf nur mit dem im Lieferumfang enthaltenen oder als ROTWILD Zubehör erhältlichen Ladegerät aufgeladen werden!

BMS – ein echt intelligentes System

Das Batterie-Management-System (BMS) übernimmt wichtige Aufgaben: Es verhindert u. a. Über- und Unterspannungen, kontrolliert die Temperatur des Akkus und zeichnet die Zellalterung auf. Diese intelligente, speziell auf den Akku abgestimmte Technologie ist auch der Grund warum man immer zertifizierte Ladegeräte benutzen sollte – nur so kann ideal und sicher geladen werden. Dann ist es auch kein Problem, den Akku für längere Zeit am Ladegerät angeschlossen zu lassen. Das BMS verhindert, dass es zu Schäden, zum Beispiel durch Überhitzung, kommt. Bedenken sollte man dabei, dass längeres Laden (über das Vollladen hinaus) weiterhin immer etwas Strom verbraucht und sonst keine weiteren Vorteile bringt.

 

Checkpoints

  • Das Batterie-Management-System schützt vor Über- und Unterspannungen, verhindert Überhitzung
  • Es ist kein Problem, einen vollgeladenen Akku länger am Netzteil zu lassen, bringt aber keine Vorteile

Im Akku selbst ist das Batterie-Management-System untergebracht, das unter anderem die Zellen überwacht und regelt.

Der Akku mag es trocken und wohl temperiert

Lithium-Ionen-Akkus fühlen sich am wohlsten im Temperaturbereich um +20 Grad Celsius. Bei -10 bis +50 Grad kommt man in die Grenzbereiche, geht es darüber hinaus ist vom Betrieb abzuraten. Wird es kühl, verliert der Akku an Ausdauer, temporär sogar bis zu 40% seiner Leistung. Die Reichweite des E-Bikes kann bei kalten Temperaturen deutlich sinken.

Im Winter sollte der Akku nicht im Freien gelagert oder geladen werden. Wenn möglich den Akku entnehmen und in warmen Räumen anschließen, und erst kurz vor der Fahrt einsetzen. Nässe ist während der Lagerung und des Ladevorganges strikt zu vermeiden, es droht Kurzschlussgefahr. Auch extreme Sonneneinstrahlung, die den Akku über Gebühr aufheizt, können zu irreparablen Schäden führen. Deshalb immer: raus aus der Sonne!

 

Checkpoints

  • Optimale Leistung bei ca. +20°C
  • Kälte verringert die Akkuleistung. Deshalb in warmen Räumen laden, kurz vor der Fahrt einsetzen
  • Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden

Nicht nur der Akku sondern auch die Kontakte mögen es trocken. Spezielles Kontaktpflegemittel hilft Feuchtigkeit zu verdrängen.

Bloß kein Lagerkoller!

Wird das E-Bike längere Zeit nicht genutzt ist es Ziel, eine Tiefentladung des Akkus zu verhindern. Zellen können sonst beschädigt werden. Bis zu 2% im Monat kann ein Akku, der nicht verwendet wird, an Ladung verlieren. Optimal ist eine Einlagerung bei 30 bis 50 % der Ladekapazität, entsprechendes Nachladen also immer im Auge behalten. Eine Lagertemperatur von +10 Grad verlangsamt die Alterung des Akkus.

 

Checkpoints

  • Bei längeren Lagerzeiten auf einen Ladezustand von 30 bis 50% achten, ggf. nachladen
  • In den Deep Sleep-Modus schalten
  • Optimale Lagertemperatur: +10°C

Verschmutzungen am Akku lassen sich mit einem leicht feuchten Tuch problemlos entfernen.

Richtige Pflege

Beachtet man oben genannte Tipps, ist der Akku ein sehr pflegeleichter Geselle, und nimmt nicht viel Aufmerksamkeit in Anspruch. Verschmutzungen können mit einem leicht feuchten Tuch einfach beseitigt werden, der scharfe Strahl eines Hochdruckreinigers ist dagegen tabu. Nach der Reinigung und Trocknung empfehlen wir die Behandlung der Kontakte mit Kontaktpflegemittel; um Korrosion zu verhindern. Dies erfolgt am besten sowohl am Akku selbst wie auch an der Steckverbindung im Bike.

 

Checkpoints

  • Akku nur mit leicht feuchtem Lappen reinigen
  • Kontakte am Akku und im Bike trocken halten

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