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Bike-Fitting Teil 2: Mehr Leistung und Komfort durch professionelle Sitzpositionsanalyse

Berge und Täler mit eigener Muskelkraft und fest im Sattel zu überwinden, ist die Faszination des Mountainbikens. Aber was nutzt das beste Arbeitsgerät, wenn der Fahrer nicht richtig auf dem Bike sitzt? Möchte man vom ersten bis zum letzten Kilometer fest und komfortabel in die Pedalen treten, ist nicht nur die richtige Rahmenhöhe wichtig. Wie man sein Mountainbike selbst startklar macht, das haben wir mit unseren fünf Tipps zum Bike-Fitting bereits beschrieben. Wer es aber richtig machen und auf Nummer Sicher gehen möchte, der sucht sich professionelle Hilfe beim Fachhändler und investiert in eine Sitzpositionsanalyse.

Für eine optimale Kraftübertragung und langen Fahrkomfort ist die richtige Sitzposition entscheidend, denn bei gleicher konditioneller Leistungsfähigkeit macht die Ökonomie der Bewegung den Unterschied. Eine professionelle Fahrrad- und Sitzpositionsanalyse stimmt Mensch und Maschine optimal aufeinander ab, sorgt für mehr Fahrvergnügen und schont zudem die Gesundheit.

Je nach persönlichen Voraussetzungen und sportlichen Ambitionen kann der Schwerpunkt einer professionellen Bikeanpassung auf einer komfortablen und gelenkschonenden Position liegen oder für lange Touren und eine aerodynamische Sitzposition eher auf effiziente Kraftübertragung ausgerichtet sein.

 

Die richtige Sitzposition ist nicht nur für Profis und Vielfahrer wichtig

 

Für Gelegenheits-Radler ist die richtige Sitzposition auf dem Mountainbike ebenso wichtig wie für Profis und Vielfahrer. Wer sich unsicher ist oder es genau wissen möchte, geht zum Spezialisten. Jeder professionelle Bikeshop sollte in der Lage sein, die wichtigsten Parameter beim Bike-Fitting optimal anzupassen.

Um den individuellen Anforderungen und den unterschiedlichen Mountainbikes gerecht zu werden, bieten professionelle Bike-Fitter zudem ein Bodyscanning mit speziellen Test- und Analyseverfahren an. Ein Mountainbike auf die persönlichen Bedürfnisse und Anforderungen anzupassen ist nicht mit zwei oder drei Schraubendrehs erledigt. Es erfordert Know-how und viel Erfahrung. So verwendet beispielsweise das Radlabor beim Bike-Fitting einen 3D-Scanner, der erst die aktuellen Einstellungen des Mountainbikes und dann den Athleten scannt. Dafür werden insbesondere die Gelenkachsen und -abstände markiert und von einem Laser vermessen.

 

Dank Software zu mehr Leistung und Fahrkomfort

 

Beim Bike-Fitting mit Bodyscanning berechnet eine Software die optimale Sitzposition und spiegelt das Resultat auf einen Hightech-Ergometer, der Höhen, Abstände und Winkel schließlich exakt justiert. Das beschert dem Kunden oft große Überraschungen und vor allem das Ende von Sitzbeschwerden. Die neue Sitzposition wird in den folgenden Wochen peu à peu angepasst, um den Bewegungsablauf nicht zu überfordern und Beschwerden an Muskeln und Sehnen durch zu radikale Änderungen zu vermeiden.

 

10 Vorteile einer Sitzpositionsanalyse

 

1. Leistungssteigerung ohne Training durch eine bessere Kraftübertragung

2. Schutz vor Fehlbelastungen

3. Ausgleich möglicher Dysbalancen

4. Ursachenforschung und Hilfe bei Beschwerden auf dem Rad

5. Optimierung der Schnittstelle zwischen Mensch und Sportgerät

6. Hilfe im Umgang mit Asymmetrien (z.B. Beinlängendifferenzen)

7. Optimierung der persönlichen Biomechanik

8. Information über Pedaliertechnik

9. Kraftvergleich von linkem und rechtem Bein

10. Mehr Fahrvergnügen

 

Wie man sein Bike im ersten Schritt selbst anpassen kann, beschreiben wir in Teil 1 unserer Bike-Fitting-Serie.

Im drittel Teil erläutert Sportwissenschaftler Pascal Ketterer die optimale Bike-Anpassung.

Quellen: Radlabor München, www.radlabor.de

 

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