364 ter Beitrag von 383 Beiträgen

Bike-City München: Isar, Parks und Alpenblick

Nur eine gute Stunde braucht man von München bis in die Bergwelt der Alpen. Unzählige Touren, Downhills und Trails liegen einem dort zu Füßen. Doch warum in die Ferne schweifen und ins Auto steigen, wenn das Gute liegt so nah? Und zwar mitten in München. Eine Stadt, in der man es als Mountainbiker so richtig krachen lassen kann. Hier ein paar Highlights durch das urbane Alpenvorland.

Isar: Ein Traum aus Wasser und Trails

Mit einer kleinen Aufwärmrunde beginnt das Bike-Abenteuer in München. Mit der U-Bahn fährt man bis zur Fraunhoferstraße (Linie 1 und 2) und befindet sich bereits direkt an der Isar. Jetzt nur noch über die Reichenbachbrücke und dann rechts abbiegen auf den asphaltierten Radweg, der bis Thalkirchen an der Isar entlang verläuft. Nun beginnen die „Isartrails“ am südlichen Rand von München. Nach dem Tierpark Hellabrunn geht es über Wurzelpassagen, Stufen, Baumstämme, Sprungschanzen und kleine Steilkurven, die sich durch die Auenwälder ziehen, über Stock und Stein – sowohl für ambitionierte Biker, als auch Anfänger geeignet; für jeden Geschmack ist etwas dabei. Bei Solln befinden sich zudem auf der westlichen Isarseite kleine Kicker (Erdhügel) – die sind allerdings nur etwas für Könner! Wer einfach nur Kilometer herunterspulen möchte, kann auf den breiten Radwegen (Kies und Asphalt) entlang der Isar sein Bike Richtung Wolfratshausen rollen lassen. Da zählen dann weniger Technik und Sprungkraft, sondern Tempo und Ausdauer. Ein schöner Wendepunkt der Isar-Tour ist das Kloster Schäftlarn mit einem sehr guten Biergarten. Bei all dem Spaß auf dem Bike, sollte man allerdings die Umwelt nicht vergessen. Das heißt: Die vorgegebenen Wege nicht verlassen und natürlich Rücksicht auf Tiere und Wanderer nehmen. Von Wolfratshausen fährt auch eine S-Bahn zurück ins 30 Kilometer entfernte  München.  

Das Beste kommt allerdings noch: Wer nach einer schönen, wilden Mountainbike-Tour noch eine Abkühlung braucht, muss nicht lange suchen. Ein Sprung in die Isar ist eine perfekte Erfrischung und der krönende Abschluss.  

Anspruch: mittel
Kilometer: zwischen 50 und 60 km
Spaßfaktor: hoch

 

„Tour de Park“ quer durch München

Eine ganz besondere Herausforderung mit dem Mountainbike ist die Tour von Park zu Park durch München – mit heftigen Anstiegen, schwungvollen Abfahrten und kniffligen Trialpassagen. Dafür fährt man mit der U-Bahn zum Olympiazentrum – Endstation der Linie U3. Von dort Richtung Olympiaturm, vorbei am Stadion und links hoch auf den Olympiaberg. Dann über die grünen Hügel Richtung Osten auf einen asphaltierten Fußgängerweg abfahren und nach ein paar Metern bei den Apfelbäumen rechts abbiegen. Dort verläuft ein kleiner Weg an einem Hang entlang, kreuzt einen Pfad mit Kopfsteinpflaster und führt durch einen kleinen Wald bis hinunter zur Winzererstraße. Jetzt sind es nur noch ein paar Meter bis zur Schleißheimerstraße und zum Luitpoldpark. Dort ragt der Schutthügel in die Höhe – zwar nur 37 Meter hoch, dafür aber ein sehr knackiger Anstieg mit einzelnen Treppenstufen. Oben angekommen geht es auch schon wieder hinab in den Asphaltdschungel in Richtung Scheidplatz und weiter durch die Straßen bis zur Münchner Freiheit. Dort taucht man in den Englischen Garten ein, radelt auf den Monopteros – die letzte Bergetappe - und rollt die letzten Meter der „Tour de Park“ bis zum Eisbach beim Haus der Kunst, um ein kühles Bad zu nehmen.  

Übrigens: Erfrischungen und Stärkungen gibt es auch während der Tour in den Biergärten der einzelnen Parkanlagen, wie Chinesischer Turm, Olympia-Biergarten oder Bamberger Haus. Und beim Radeln nicht vergessen: Vom Olympiaberg und Schutthügel aus hat man bei guter Sicht einen fantastischen Blick auf die Alpen. Dafür sollte man schon eine kleine Pause einlegen!    

Anspruch: mittel
Kilometer: um die 10 km
Spaßfaktor: schweißtreibend

 

Tricks und Sprünge – für Anfänger und Pros  

Wer mit seinem Bike in München ein paar Tricks und Sprünge hinlegen möchte, kann das unbeschwert tun. So gibt es im Hirschgarten, Maßmannpark und Olympiapark (gleich bei der U-Bahn-Station Olympiazentrum) gute, kleine Parks für Anfänger und Pros. In Lohhof und Geltendorf sind die Anlagen größer, vielseitiger und anspruchsvoller. „Aber auch da kann man bestens seine ersten Sprünge und Tricks probieren“, so die Münchner BMX-Legende Torsten Pullich, und er betont: „Und nicht von Skatern oder Inlinern verdrängen lassen, die Sportanlagen sind für alle da.“

Anspruch: für Pros und Beginner
Kilometer:  spielen keine Rolle
Spaßfaktor: JUMP! JUMP!

Immer up-to-date mit dem ROTWILD Newsletter

Jetzt kostenlos registrieren