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Bike-City Köln: Grüne und graue Spielplätze für Biker

Köln hat einiges zu bieten. Wie beispielsweise die fünfte Jahreszeit – also den Karneval. Genauso wie die beiden Kirchturmspitzen, die den Dom und die gesamte Stadt schmücken. Und natürlich den Rhein, der sich breit und unaufhaltsam durch den Asphaltdschungel schlängelt. Doch das ist längst nicht alles. Auch Mountainbiken ist in Köln angesagt – Wurzeltrails, Downhills, Dirtjumps und feinster Cross Country sowie gemütliche Feierabend-Touren lassen Bikerherzen höher schlagen. In der Rheinmetropole kann man schnell, direkt und vielseitig auf zwei Rädern Gas geben und jede Menge Spaß haben. Wir stellen ein paar urbane Highlights mit Mountainbike vor.

Augen auf im Stadtwald

Die grüne Lunge von Köln ist der Stadtwald. Umringt von Straßen, Häusern und Blechlawinen belebt er die Metropole, sorgt für Erholung und Freiraum. Und genau den kann man mit Bike bestens nutzen. Der Hültzplatz ist ein guter Startpunkt und nur zehn Minuten von der Universität entfernt. Von dort startet eine 15 Kilometer lange Runde, die an Braunsfeld, Junkersdorf, Lindenthal und Sülz vorbeiführt. Immer wieder gibt es kleine Anstiege und Abfahrten. Die kleinen Hügel am Wegesrand machen einfach Laune – und sind perfekt geeignet für eine entspannte Guten-Morgen-Runde oder eine gemütliche Feierabend-Tour. Hier sollte man vor allem seine Augen offen halten und das Gelände während der Fahrt genau studieren, um keinen Sprung zu verpassen – ein großer, grüner Spielplatz mitten in der Stadt. Die Stadtwald-Tour führt bis zum Beethovenpark und dann wieder zurück zum Hültzplatz, so kommt man auf gut 15 Kilometer. Viele Höhenmeter kann man bei diesem urbanen Mountainbike-Trip nicht abspulen, aber das ist auch gar nicht nötig. Eine schöne und angenehme Runde mit ein paar netten Hügeln und kleinen Sprüngen – genau das richtige für die Großstadt. 

Anspruch: leicht
Kilometer: um die 15 km
Spaßfaktor: Gib Gas!

 

Königliches Mountainbike-Vergnügen

Direkt am östlichen Rand von Köln liegt der Königsforst – schnell und einfach zu erreichen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit der Linie 9 geht es Richtung Rath, so heißt das Stadtviertel, an das der königliche Forst grenzt. Die Endstation der Stadtbahn ist gleichzeitig Ausgangspunkt für viele Mountainbike-Touren. Die gleichnamige Autobahnausfahrt macht den Königsforst auch über die A3 zugänglich. Nach dem Ortseingang befindet sich auf der rechten Seite ein großer Parkplatz mit Kiosk – ein beliebter Treffpunkt. Hier geht es los! Das 25 Quadratkilometer große Waldgebiet streift die Städte Köln, Bergisch Gladbach und Rösrath. Die höchste Erhebung ist der Tütberg (212 m). Kölns Hausberg, der Monte Troodelöh mit seinen gut 118 Metern, liegt ebenfalls hier. Daran merkt man bereits, dass der Königsforst weniger etwas für Bergziegen, sondern eher für Kilometerfresser ist, die auf Ausdauer und Power setzen. Die Forstwege sind überwiegend breit und gut befestigt und ähneln „Waldautobahnen“. Es gibt allerdings auch sehr anspruchsvolle und steile Trails am Wegesrand, die unauffällig von den Hauptwegen abzweigen und Namen tragen wie „Wildsau“, „Coca-Cola“ oder „Überhang“. Also auch hier: Augen auf und Spaß haben.  

Wem das noch nicht reicht, der kann seine Mountainbike-Tour auch beliebig ausdehnen. Auf den Forstwegen Richtung Osten gelangt man ins „Bergische“, wo die Anstiege steiler und länger und die Abfahrten rasanter sowie enger werden.     

Anspruch: mittel
Kilometer: zwischen 15 km und 20 km
Spaßfaktor: Natur und Biken pur

 

Fort X für Freerider  

Am Neusser Wall 33 liegt das Fort X, das Teil des preußischen Festungsrings, der im Auftrag von König Friedrich Wilhelm 1825 um Köln erbaut wurde, und bis heute gut erhalten ist. Die Parkanlage in der Kölner „Neustadt Nord“ bei Höhenberg lockt allerdings nicht nur Touristen und erholungsbedürftige Großstädter an. Rund um das Fort X befinden sich große, tiefe Gräben, die sich für Freerider und Dirtbiker zum Droppen, Springen und Tricksen eignen und mit der Kölner Stadtbahn über die U-Bahnhöfe Lohsestraße und Reichenspergerplatz erreichbar sind. Die Sprünge sind allerdings nicht immer in bestem Zustand. Doch das kann einen echten Freerider nicht bremsen. Springen und Tricksen auf zwei Rädern kann man ansonsten auch unter der Zoobrücke auf Asphalt. Doch dieser graue Spielplatz ist nur etwas für echte Freestyler.  

Anspruch: hoch
Kilometer: Spielen keine Rolle
Spaßfaktor: Nur Fliegen ist schöner!

 

Weitere Tipps und Infos zum Biken in und um Köln gibt es auf www.frosthelm.de

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