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Bike-City Hamburg: Berge und Meer

Mountainbiken in Hamburg. Das soll wohl ein Scherz sein, oder? Nein, denn die Hansestadt hat nicht nur Bootstouren durchs Hamburger Hafenbecken, über die Binnen- und Außenalster oder auf der Elbe zu bieten. Neben all dem Wasser kurz vor der Nordsee, gibt es ebenso feine Biketouren und angesagte Bikespots. Also lassen wir es doch einfach mal rollen und radeln los – durch die Hamburger City und ihr Umland. Hier ein paar Highlights für Mountainbiker:

Tour 1: Strandperle, Traumbuchten und steile Straßen

Reeperbahn, Michel, die supermoderne Hafen-City, der Fischmarkt, das imposante Rathaus und der Jungfernstieg – das sind nur einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die in der Hansestadt Tag für Tag von den Touristenströmen umspült werden. Wer diesem Treiben entfliehen will, der sollte sich auf sein Bike setzen und losradeln. Bei „Planten un Blomen“, der größten Parkanlage der Stadt, startet die urbane Mountainbike-Tour. Genauer gesagt am Hamburger Stephansplatz (U-Bahnstation): im tiefsten Zentrum der Stadt. Von hier geht es ohne Ampeln und hupende Blechlawinen durch den Asphaltdschungel, vorbei am Wallgraben, der Untersuchungshaftanstalt und dem Hamburg Museum. Danach überquert man den Millerntorplatz, biegt in den Zirkusweg sowie die Bernhard-Nocht-Straße ein und fährt anschließend über die Große Elbstraße bis zum Heinepark. Damit endet die sehr abwechslungsreiche Aufwärmrunde durch die City. Nun wird es immer grüner und hügeliger. Über den Schopenhauerweg gelangt man zur Strandperle – der perfekten Einkehr für eine kurze Erfrischungspause.

Weiter geht’s: Vorbei an prachtvollen Villen am Elbufer, uralten Bäumen und riesigen Kähnen, die sich durch die Elbe schieben. Immer wieder gehen kleine, steile Wege hoch nach Blankenese. Wie der Falkentaler Weg zum Waseberg – die steilste Straße Hamburgs. Wer will, kann vom Strandweg einen Abstecher machen und an seiner Kondition arbeiten.

Zurück am Elbufer geht es vorbei an alten Schiffwracks und durch den Waldpark Falkenstein. Auch hier kann man mit kurzen, bissigen Anstiegen spielen. Der Rissener-Ufer-Weg führt zum Otto-Schokoll-Höhenweg und an einem Leuchtturm vorbei. Dies ist der Wendepunkt der Tour. Nun geht es durch die Wittenbergener Heide und den Luuspark zum Tafelberg-Weg und auf der Klösterbergstraße bis nach Blankenese. Über den Waseberg geht es zurück auf den Strandweg am Elbufer und in die Hamburger City. Im Sommer laden kleine Traumbuchten zu einer Abkühlung in der Elbe ein.

Anspruch: entspannte, lange Wochenendrunde
Kilometer: um die 42 km
Spaßfaktor: Leider viel Asphalt, aber dafür sehr vielseitig und variantenreich.

 

Tour 2: Ab ins Gebirge

Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Am südlichen Rand von Hamburg erstrecken sich Berge – und zwar die Harburger Berge. Mit den Alpen sind diese natürlich nicht vergleichbar. Auch nicht mit einem Mittelgebirge wie dem Harz oder Teutoburger Wald. Aber es muss ja nicht immer hoch hinausgehen. Der Höhenzug ist ein hügeliges Eldorado für Mountainbiker. Mit dem Hasselbrack befindet sich dort mit 116,2 Metern bei Neugraben-Fischbek die höchste Erhebung der Hansestadt. In den schönen, lichten Wäldern schlängeln sich Trails und Forstwege, die für jeden Biker etwas zu bieten haben. Und so kann man für ein paar Stunden dem Großstadtlärm entfliehen und mit dem Mountainbike die Natur genießen – ganz unbeschwert und leicht. Ein guter Ausgangspunkt neben Fischbek ist die Gemeinde Rosengarten. An die Harburger Berge grenzt auch die Fischbeker Heide, ebenfalls ein sehr schönes und abwechslungsreiches Gebiet.  

Anspruch: unbeschwert und schön
Kilometer: Das Wegenetz ist umfangreich und lässt sich für Kurz- und Langstrecken nutzen.
Spaßfaktor: Einfach laufen lassen und Spaß haben! 

 

Tour 3: Höher, schneller und weiter

In den Harburger Bergen gibt es Trails mit Sprungeinlagen. Aber man kann auch direkt in Hamburg mit dem Bike abheben, denn auch die City bietet ein paar Spots für Slopestyler und Freestyler. Zum Beispiel bei den Magellanterrassen (Adresse: Großer Grasbrook) – hier rollen und springen Biker genauso wie Skater. Eine Miniramp und zwei Quarters gibt es nur ein paar Meter von der Reeperbahn entfernt in Altona nahe der S-Bahnstation Holstenstraße. Höher, schneller und weiter geht es etwas außerhalb der Stadtgrenze zur Sache. Am nördlichen Rand von Hamburg in Norderstedt (Rantzauer Forstweg) versteckt sich ein alter Dirtspot. Die Hügel befinden sich nicht immer in bestem Zustand. Eine eigene Schaufel kann hier sehr hilfreich sein.

Anspruch: Anfänger bis Profi
Kilometer: spielen keine Rolle
Spaßfaktor: gut und dreckig

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