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Ausflug auf die Langdistanz - Team AMG ROTWILD bei der Marathon Europameisterschaft

Die diesjährigen Marathon Europameisterschaften zogen internationale Topfahrer und -fahrerinnen aus den Disziplinen Cross Country und Marathon nach Singen und boten spannende Voraussetzungen für ein hochklassiges Mountainbike-Event. Bei sonnigem Wetter und warmen Temperaturen warteten 80 Kilometer und über 2.000 Höhenmeter auf die Damen Elite – darunter auch Nadine Rieder und Sofia Wiedenroth vom Team AMG ROTWILD, die beide das Rennen für eine eigene Standortbestimmung nutzten.

Nadine Rieder mit Glück im Unglück

Nadine erwischte einen guten Start, konnte sich direkt in den Top 15 einreihen und fand schnell ihren Rhythmus. In einer Schotterkurve riskierte sie zu viel und stürzte heftig. Zunächst war unklar, ob sie das Rennen überhaupt würde weiterfahren können. Nach kurzer Diskussion mit den Streckenposten, die sie zunächst aus dem Rennen nehmen wollten, entschloss sich die Sonthofenerin zur Weiterfahrt: „Da ich mich so auf das Rennen gefreut hatte, entschied ich mich einfach wieder aufs Bike zu steigen und weiterzukämpfen. Die Schmerzen merkte ich wegen des Adrenalins sowieso noch nicht. Ich hatte ja einige Minuten und Plätze verloren. Im Gegenwind musste ich alleine fahren, konnte trotzdem nach und nach Plätze gut machen und auch auf eine Gruppe aufschließen. An einem langen Anstieg, ca. 30 Kilometer vor dem Ziel, machte ich Tempo und setzte mich von der Gruppe ab. Ins Ziel kam ich dann als 18. – das Top 20 Ergebnis freut mich unter den Umständen sehr.“

Marathon-EM Premiere für Sofia Wiedenroth

Sofia Wiedenroth verkaufte sich bei ihrer Marathon-EM Premiere sehr passabel. Die Sigmarszellerin finishte hinter der Silbermedaillen-Gewinnerin Jolanda Neff als 15. und zweitbeste U23-Fahrerin im Feld. Auch wenn Marathon weder ihre Disziplin ist, noch das Geländeprofil mit wenigen technischen Passagen und nur kurzen Anstiegen ihren Vorlieben entsprach, nutzte Sofia das Rennen als Weltcupvorbereitung – mit einem tollen Resultat: „In der ersten Runde war ich in einer Fünfer-Verfolgungsgruppe. Wir wechselten uns in der Führungsarbeit gut ab und kamen so immer näher zur Spitze. Doch leider ergabsich auf einer Schottergeraden – nach einer etwas längeren Abfahrt, bei der jede etwas Sicherheitsabstand hielt – ein kleines Loch, das ich nicht mehr zufahren konnte. Unserer Verfolgungsgruppe fiel auseinander und ich musste die zweite Runde, d.h. die ganzen weiteren 50 Kilometer alleine fahren. Das war sehr hart, aber trainingstechnisch perfekt. Zäh wurde es als 500 Meter vor dem Ziel eine Zweier-Gruppe an mir vorbei schoss. Deswegen investierte ich noch mal alles und sprintete die Zwei doch noch ab und kam als 15. ins Ziel.“

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