.totti

Tech&Talk vom 20.08.2017 15:53 Aktualisiert am 15.09.2017 15:47

R2 2018

Liebes ROTWILD-Team,

endlich habt Ihr ein neues R2 angekündigt. - Die ersten Bilder sehen wirklich toll aus, das lange Warten scheint sich gelohnt zu haben. :-)

Zwei Fragen:
1. Auf der Eurobike seid Ihr ja leider nicht vertreten. Wo kann man sich denn das neue Rad mal ansehen? Seid Ihr vielleicht demnächst auf einer anderen Messe?

2. Was sagt Ihr zu folgender Diskussion auf MTB-News:
https://www.mtb-news.de/forum/t/rotwild-r2-2018-oder-bulls.853977/
Der neue Rahmen ist dem Black Adder ja tatsächlich sehr ähnlich. Kooperiert Ihr nun mit BULLS?

Viele ROTWILDe Grüße,
totti

Uwe

vom 03.09.2017 13:00
Rotwild hat die besseren Aufkleber ;)
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ROTWILD Team

Moderator

vom 04.09.2017 11:02
Hallo Totti,
das Racing Segment, in dem das R.R2 angesiedelt ist, stellt für uns zwar ein sehr wichtiges, aber leider nur noch sehr kleines Marktvolumen mit entsprechend niedriger Stückzahlen dar. Um das R.R2 mit den im Markt bestehenden Kundenanforderungen, wie vier Rahmengrößen, Steckachsen sowie weitere Details, in Einklang zu bringen, wären unverhältnismäßig hohe Form- und Entwicklungskosten entstanden.
Vor diesem Hintergrund haben wir uns in enger Absprache mit unserem Engineering entschieden, auf ein bestehendes Rahmenkonzept zurückzugreifen und dieses für ROTWILD zu adaptieren. Nach eingehender Begutachtung können wir so für 2018 einen Vollcarbon Hardtail-Rahmen anbieten, der die optimale Basis für XC Racing bildet und absolute State-of-the-Art Technologie bietet. Das neue R.R2 ist daher zwar kein ROTWILD Unikat mehr, aber es trägt alle ROTWILD Werte in sich. Denn als ADP Engineering GmbH sind wir eng in Partnerschaften eingebunden und realisieren seit Beginn unseres Unternehmens eine Vielzahl an Produktentwicklungen bis hin zur Serienreife für andere Unternehmen und Marken.
Herzliche Grüße vom ROTWILD Team
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at021971

vom 13.09.2017 23:37

Kommerziell mag der Verzicht auf eine echtes Rotwild R.R2 HT/FS ja eine nachvollziehbare, wenn auch bedauernswerte Entscheidung sein. Ich halte sie aber auch aus einem ganz anderen Grund mehr als problematisch. Ungeachtet wie gut Bulls Bikes heute sein mögen, und vom wem sie letztendlich entwickelt werden, hier bedienen sich jetzt faktisch die beiden entgegensetzten Enden des Bikemarktes desselben Rahmens. Bulls ist die Hausmarke der Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG (ZEG) und wird allgemein von den meisten ambitionierten Bikern als Billigmarke belächelt. Da mögen die Bikes noch so gut, die Preise mittlerweile auch in Regionen von Specialized, Cannondale, Scott, Treck sowie Rotwild vorgedrungen und die sportlichen Erfolge von Karl Platt sehr bemerkenswert sein, aber sie werden niemals mit diesen Bikemarken und auch vielen anderen in einem Atemzug genannt werden.

Somit ist die Entscheidung von ADP für die Marke Rotwild auf einen Rahmen aus einem Kundenprojekt zurückzugreifen aus meiner Sicht als langjähriger Kunde (seit 2001 2x RCC.09/R.GT1 FS/2x R.R2 FS/R.X1FS) ein Schritt in die völlig falsche Richtung. Sie passt aber leider spätesten seit dem Modelljahr 2016 zur Entwicklung der Marke Rotwild. Von der über fast 20 Jahre sorgfältig gepflegte Markenidentität sowie dem über diese Zeit sehr behutsam weiterentwickelten Bikedesign (speziell Decales, aber auch Kataloge etc.) ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die Zeiten wo man ein Rotwild Bikes auch ohne den Schriftzug auf dem Oberrohr schon im Vorbeifahren nur aus dem Augenwinkel heraus als solches erkennen konnte, sind spätestens mit dem Wechsel des Corporate Designs für das Modeljahr 2018 endgültig vorbei und dieses 'Habenwill' weg.

Nimmt man dann noch einige andere Punkte hinzu, wie z.B. die zusammengestrichene, auf All Mountain und Enduro reduzierte Modelpalette für das Modelljahr 2018, das Wegfallen des Race/Marathon Fullys, der Cross Country und Gravity Bikes, die offensichtliche ausschließliche Fokussierung auf eMobilität, der mit Ausnahme des Carbon Hinterbaus für das R.E1 FS gänzliche Verzicht auf jedwede Entwicklung abseits der eMobilität, lässt für die Zukunft nichts wirklich Gutes vermuten. Ambitionierte Bikesportler und Rotwildritter werden sich wohl kurz über lang eine neue Heimat auf dem Bikemarkt suche müssen. ADP ist nur zu wünschen, dass die heute so hofierten eMobilisti die frei gewordene Zimmer im Rotwildhaus langfristig genauso füllen werden wie die abwandernden Langzeitkunden. Nur ob die auch gleichzeitug zwei, drei oder mehr Rotwild eBikes ihr Eigen nennen werden...

Thomas

Ralf Dietrich

vom 14.09.2017 07:33
Laut einem ZEG Händler an meinem Arbeitsort ist Rotwild ein Tochterunternehmen von BULLS; das würde dann die Ähnlichkeiten erklären !
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at021971

vom 14.09.2017 20:45
Wohl eher nicht, denn sonst hätte der Chef von ZEG, die ZEG ist der Besitzer von Bulls, wohl kaum das am 11.09.2017 veröffentlichte Interview gegeben, wo ihm die Frage gestellt wurde, warum die ZEG die Marke Biketec und nicht Rotwild oder Stromer übernommen hat.
http://www.radmarkt.de/nachrichten/interview-zeg-vorstandschef-georg-honkomp-biketec-uebernahme-haetten-definitiv-flyer

Thomas
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hg-boomer

vom 14.09.2017 22:21
....im Übrigen zeigt die im HR hinterlegte Gesellschafterliste etwas anderes!
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ROTWILD Team

Moderator

vom 15.09.2017 15:47
Hallo Herr Dietrich,
ROTWILD ist eine Eigenmarke der ADP Engineering GmbH. Als unabhängiges Ingenieursbüro sind wir darüber hinaus Entwicklungsdienstleister für die Fahrrad- und Automobilindustrie, so auch für die ZEG und deren Eigenmarken Bulls, Zemo etc. Diese Ingenieursaufträge sind jedoch absolut selbstständig zu werten. Weder die ADP, noch ROTWILD, sind eine Tochtergesellschaft der ZEG oder anderer Firmen aus dem Automotive Sektor. Die ADP ist nach wie vor gründer- und inhabergeführt und somit keine Tochter der ZEG.
Herzliche Grüße vom ROTWILD Team

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