Nun war es so weit. Die harte, wochenlange Arbeit sollte sich an diesem Wochenende bezahlt machen. In zwei separaten Wettkämpen wird der Titel des deutschen Meisters in der Klasse U17 ausgetragen. Das heißt, dass ein Tag vor dem eigentlichen CC Rennen ein Slalom bzw. ein Downhill-Rennen über die Startaufstellung des am nächsten Tag stattfindenden Rennens entscheidet. Hierbei ist jedoch noch ein zweites Hindernis eingebaut, nämlich ein Jagd/-Handicapstart, das bedeutet der Sieger des Downhillrennens startet als Erster, ihm folgt mit 5 sec. abstand der Zweite und ihm wiederum mit 5 sec. Abstand der Dritte usw.
Ab Platz 20 startet das restliche Feld durch einen Massenstart mit zwei Minuten Rückstand.
Also musste ich bei meinem 13. Platz, was bei einem Starterfeld von über 100 Fahrern immer noch gut ist, mit einem Rückstand von einer Minute und 15 Sekunden auf die Spitze am Samstag auf die Strecke gehen.
Um genau 8:45 ging es bei trockenen Bedingungen auch schon für den Ersten auf die Strecke, die relativ einfach zu erklären ist. Es geht einen circa 3min. langen und sehr steilen Anstieg hinauf, danach eine gut zu bewältigende Abfahrt bergab auf die dann noch drei Kurven auf einer Wiese folgen. Insgesamt wurden uns fünf Runden aufgetragen, für die man durchschnittlich 8,5min. benötigte.
Schon in der ersten Runde konnte ich aufgrund der guten Klettereigenschaften von mir und meinem R.R2 auf einen 8. Platz nach vorne kämpfen. Durch den Jagdstart wurde das Feld schon ohne einzelne Attacken auseinander gezogen, was ein ziemlich einsames Rennen, ohne längere Zweikämpfe, für jeden Fahrer bedeutete.
Nach drei Runden mit jeweils Rundenbestzeit konnte ich mich bis auf 30sec. an die Spitze heran kämpfen und mir einen Vierten Platz sichern.
Doch mehr war trotz der absolut besten Rundenzeiten nicht drin, weil das Spitzentrio eben auch nicht schläft.
So war am Ende der vierte Patz das maximal zu Erreichende und ich war mit meiner gezeigten Leistung bei Top-Form sehr zufrieden. Trotzdem ist es schade zu sehen, dass durch den Rückstand den ich von Beginn an hatte nicht der Schnellste gewonnen hat, sondern derjenige der durch ein besseres Downhillresultat stärker begünstigt war.
Jetzt freue ich mich auf die kommenden internationalen Einsätze für die Nationalmannschaft, die in den kommenden Wochen beginnen werden.
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