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Kerstin Brachtendorf

Endlich auf dem Podium

Auf der härtesten Etappe in der Geschichte des absa Cape Epic Rennens erreichten wir heute als drittes Mixed Team das Ziel in Worcester.


Nachdem bereits die gestrige Etappe extrem hart war, wollte niemand glauben, dass es noch eine Steigerung gibt. Aber es ging noch härter und allein die reinen Zahlen sprechen für sich. Die Profis kamen bereits über eine halbe Stunde später als geschätzt im Ziel an. Das Zeitlimit fur das Rennen wurde von 10 auf 12 Stunden verlängert, und trotzdem haben es nicht alle Fahrer innerhalb des Limits geschafft.

Das Profil sah zunächst eigentlich gar nicht so furchterregend aus. Die angekündigten 125 km und 1.900 hm ließ viele glauben dass es weniger anspruchsvoll sei. Der Untergrund war jedoch derart ruppig, tiefer Sand und kindskopfgrosse Steine wechselten sich ab und man hatte insgesamt das Gefühl keinen Meter voran zu kommen. Keine Zeit zum Verschnaufen, ständig am Limit und vor allem bei den extremen Downhill-Passagen mit den Kräften am Ende.

Wie so oft kam ich heute morgen beim Start relativ schlecht weg. Wir mussten einige schnelle Gruppen ziehen lassen. Doch im Nachhinein erwies sich das als weniger tragisch. Denn bis zur Mitte des Rennens hatten wir 2 vor uns liegende Teams eingeholt und uns auf Platz 3 vorgearbeitet. Wir versuchten unser konstantes Tempo beizubehalten und nicht zu überziehen. Etwa 30 km vor dem Ziel fuhren dann Renata Bucher und ihr Partner wieder auf uns auf. Doch den Podiumsplatz wollten wir uns heute nicht nehmen lassen, somit gaben wir zum Schluss nochmal alles. Nach ca. 6.37 Stunden kamen wir als Dritte im Ziel an. Das war tatsächlich eines der extremsten Rennen, das ich bisher gefahren bin.

Morgen steht ein weiteres Einzelzeitfahren auf dem Programm. Nur 32 km und ca 800 hm lassen auf etwas Erholung hoffen. Seit heute Nachmittag regnet es hier in Worcester, das könnte die Strecke allerdings etwas schwieriger machen.

Die Taktik für morgen: so wenig Zeit wie möglich im Overall-Ranking kassieren, da die kurzen Distanzen definitiv nicht unsere Stärke sind.

Bis morgen.
Cari saluti aus Worcester,
Kerstin (& Klaus)

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